BAHNHOF – ABRISS IN VOLLEM GANGE…

ABRISS VORHER_II_P1130609VOR DEM ABRISS_I_P1130613die beiden oberen fotos zeigen das gestänge über den geleisen die keine mehr sind bevor jan mit seinem zangenbagger alles abräumte

BAHNHOF ABRISSBAGGERTANZ JAN 29hier nun greift er zu knickt und knackt ab mit sagenhaftem feingefühl und sicherheit dass es mir den atem verschlägt – eine geschlagene stunde filme und fotografiere ich in strömendem regen teils mit regenschirm teils ohne was jan da an geschick aufweist – kaum zu glauben – manchmal schien es mir wie ein tanz

dann ist alles weg und fast kann ich es nicht begreifen so sehr hat mich das tun dieses jungen mannes beeindruckt

VOR DEM ABRISS I_P1130735

 

NACH DEM ABRISS_P1130733

und so sieht es nach einer stunde aus – grossartige leistung – bei mir schmerz und wehmut über das verschwunde nichtwiederbringlicheBAHNHOF VORDEREINGANG_291auf der vorderen seite sieht es nun so aus – der blick ist frei bis zum anderen ende – es beginnt wieder stark zu regnen – der regen platscht von dem noch vorhandenn dach – die männer arbeiten weiter – andere nehmen schutz in den abrissruinen

das zerstörerische hat auch schöne bilder die mich wieder und wieder faszinieren

MALEN MIT HENNING…

MALEN UND ANDERE TECHNIKEN…

das thema war – von der natur inspiriert – naja – das kann vieles bedeuten und für jeden etwas anderes

MALEN BEI HENNING_ 26die natur mit formenreichtum und unbändiger vitalität als unerschöpfliche inspirationsquelle

MALEN BEI HENNING _WERKE_261SCHEIBE_P1130681_bearbeitet-1

60 x 60

es war ein quirliger tag trotz  hitze – es lief langsam an doch dann wie explodierend – im baumarkt platten besorgt und schwarzgrundig vorgetastet – von wuchernden gebilden über gewagte neuzüchtungen bis hin zur mohnwiese und zum pflanzenwedel

einzig die scheibe – der kreis – wagte sich über die grenzen – aber das scheint nur so – den zusammenhang erkläre ich an anderer stelle

infos: www.malwerk.de – henning drescher

 

BAHNHOF_ABBRUCH…

RUNDGANG MIT NORBERT TEBBE

BAHNHOF_UMLADESTELLE_P1120084noch vor ein paar tagen gab diese aufschrift kunde von dem was hier einmal angesiedelt war - die UMLADESTELLE KASSEL HBF

BAHNHOF_PORTALSEITE_P1120202dieses bild ist nun geschichte – die kontainer im hof warten darauf dass sie  fein säuberlich getrennt die steine – das holz – das eisen und diverses andere aufnehmen

BAHNHOF_FRONTSEITE_16.07gestern nun sah es dann so aus – fein säuberlich und sorgfältig nehme ich die bilder auf damit geschichte einmal nachvollziehbar ist – norbert tebbe dipl. biologe führt mich herum und passt auf dass ich nicht zu übermütig werde und mir nichts geschieht – viel hat sich verändert in den vergangenen jahren – vergangene zeit wird getilgt – wehmut und  neugier was werden wird sind nebeneinander halten sich nicht immer die waage

BAHNHOF_MITTENDRIN_16.072drinnen ist nicht mehr viel – es wird hohl und heller bis nichts mehr ist… die arbeiter schuften – geben ihr bestes – knochenarbeit und bei der hitze besonders

BAHNHOF_ROSTEISENTRÄGER_16.073ich finde wieder kunstverdächtiges – rundes – schnur – n. t. trägt es für mich lagert es damit ich die hände zum fotografieren frei habe – eine nette geste

- die bilder überlagern sich ich kann sie nicht alle einfangen und immer ist es geduld die mir abverlangt wird

BAHNHOF_BACKSTEINHAUS_P1120077BAHNHOF_BACKSTEINHAUS_P1120074so sah es noch dieser tage aus

BAHNHOF_BACKSTEINHAUS IM ABRISS_16.071gestern dann so

ich kann die augen nicht davon wenden wie die baggerführer mit dem riesigen greifer feinste materialien sortieren – wie mit spinnenfinger und zielgenau – es ist von abbruch die rede und nicht von abriss wo man früher mit einer abrissglocke alles niederriss und wahllos entsorgte – dennis schnittger der boss erklärt mir das – ich bin begeistert – nachhaltigkeit – mitgedacht – die arbeit ist diffiziler und dauert – aber es zahlt sich aus so zu denken und zu arbeiten

dieses backsteinhaus war standort für kunstwerke bei der documenta 13 – vergangenheit und erinnerung

ROSTKUNST AM BAHNHOF…

rost als vergänglichkeit allen lebens

BAHNHOF_ROSTROSTOBJEKT_P1120738warum sind die farben des rostes und des ockers so einschmeichelnd
sie strahlen wärme aus – lassen fast die haut erzittern und das herz
rost hat viele nuancen wie das leben – rost zeigt die vergänglichkeit des lebens an
BAHNHOF_SONNTAG_ROSTBILDER13.071dass ich diese rostbilder festhalten will leuchtet mir ein – immer wollen wir das was leben ausmacht festhalten
ich finde sie weil ich sie vermute – auf dieser abrissstelle – wo ich letztens einen abgebrochenen eisenträger fand und zur kunst erklärte – dass ich ein weiteres objekt finden würde hatte ich nicht vermutet – es ist ähnlich und doch ganz anders – fast ist es mir peinlich dass ich sie immer finde – diese kunstnobodys  ausser mir scheint sie niemand zu erkennen – fast peinlich – aber ich empfinde es als grosses glück

BAHNHOF_OBJEKT II__13.07diese eisenträger verbiegen sich beim ab- und umbrechen in graziler weise – mein eindruck liegt zwischen tanz und aufschrei – immerhin vermögen sie mich mit ihren verformungen zu rühren – jahrelang standen sie starr und haben einer sinnvollen aufgabe gedient – nun wären sie imstande – wären sie es denn – einen ganzen skulpturenpark zu gestalten

ich erblicke ausschnitte mache sie zu bildern – aus bahnhof wird kunst – in leben und sterben ist immer kunst – in der kunst finden wir die erklärungen die wir brauchen und jede/r findet eine andere – vielfältig ist das leben vielfältig das sterben – rost ist da nicht ausgenommen – er zeigt es uns in schönsten bildern

KUNSTOBJEKTE IM BAHNHOF-ABRISS…

 

KUNSTOBJEKT_ ABRISS_6.07wenn ich etwas finde zwischen dem abriss was mir kunsttauglich erscheint                               DANN IST ES KUNST

diesen eisenpfeiler auf beton der einmal das bahnsteigdach trug ist so elegant herausgerissen – das könnte niemand auch nur annähernd so perfekt dass es zum kunstobjekt würde

ich hätte es gern weiss aber nicht wohin ich es stellen könnte – in seiner jetzigen umgebung hat es einen fantastischen platz

ich mache ein paar fotos denn morgen wird es sicher nicht mehr da sein – alles  weg – ist das kunst oder kann das weg fragt nicht mal einer – den blick dafür hat so schnell niemand – es muss ordentlich präsentiert werden möglichst in einem museum womöglich auf einem tablett

ich sehe zuerst diese dinge wenn ich zwischen dem abriss herumklettere und den abriss setze ich auch noch ins bild als wäre es kunst – ist es ja vielleicht auch – oder… so kann ich den niedergang dieses geschichtsträchtigen gebäudes fast besser ertragen – kassel ging und geht zum zweitenmal unter – im krieg und im “wiederaufbau”… mit meiner fotodokumentations will ich das erinnern wachhalten

als bleistiftzeichnungen wirken sie doppelt schön

KUNSTOBJEKT_P1110869 500_Kopie_bearbeitet-1KUNSTECKE ABRISS_500_P1110872 Kopie_bearbeitet-1KUNSTOBJEKT ABRISS_500_P1110877 Kopie_bearbeitet-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

HEUTE WIRD GEBLÜMELT…

 

einen gang mit reseda durch meinen kompostgarten

KOMPOST_BLUMENREIHE_AUSSCHNITT_P1110761_bearbeitet-1sieh an die blumen                                                                                                                       schau die blumen zwischen den stäbenerblüht sind sie von eben auf jetzt dir zur freude – mir fehlen die worte – lass blumen sprechen – in grosser hitze nur du weisst wie das ist

ein kleiner hingucker  – gelbes versprechen – den krähenvögeln ist recht sie flattern leicht vorbei  heute bekommen sie kein futter von mir – sie nehmens gelassen – sie verstehen dies ist nicht ihr tag

dies ist dein tag wie immer und in jedem tag heissesster aller tage – mag kommen was auch immer sommersonnenblumentag

hi

KOMPOSTLOCH_BLUMENREIHE_4.07

ICH STÄBELE…

wo – im kompostloch
KOMPOST_STÄBE_P1110662ich stäbele
erlange stabsichtigkeit
stabförmig schlängele ich durchs „unkrautbeet“
heilpflanzen allesamt ich schlängele mich heil
heil wird mir zuteil
wer stäbe sticht in ausgemerzte erden
wird zum stachelschwein
ach nein
das hat nur den anschein
ich bin nicht die gärtnerin
ich bin die künstlerin
ich stecke stäbe
achso sagt mir ein fremder mensch
ich dachte sie sammeln etwas ein
ich mache arme kunst
als gegengewicht zu der kommerzkunst
das finde ich gut
das gefällt mir
als er geht ist er jörg …
sein kleiner sohn rutscht mit dem fahrrädchen
durchs kompostloch
geniesst die menschenfreie zone
seine frau wartet mit dem baby im
kinderwagen
wir sehn uns
wir sehn uns
KOMPOST_STÄBE_03.07es sind 30 grad
die sonne macht mich kirre
drei anläufe brauche ich zum
schlangenstabstecken
das ist das alter sagt mein arztsohn
es ist die hitze sage ich
es ist was es ist
unaushaltbar heiss

ich mache pausen auf einem stein im schatten
da fressen mich die mücken fast auf
und am morgen war ich beim arzt
eine zecke wollte so tief in mich hinein
dass sie herausgeschnitten werden musste
dieses luder
ein luder nimmt keine rücksicht auf das alter
aber nun haben wirs ja

heute habe ich gestäbelt
und morgen blümele ich
also

KOMPOST – ENDSTATION FÜR EINE LINDE…

KOMPOSTLOCH_OFFENE WUNDE_26.062bäume haben eine dicke haut – was darunter ist bekommen wir nicht zu sehen -
dieser baumstumpf gewährte mir einblick – beim dem letzten unwetter hat es in der kasseler karlsaue viele grosse starke bäume umgestossen – sie waren gross stark aber nicht unverletzlich -
drei wurzelballen wurden im kompostloch abgelegt – immer hat das schreckliche auch schöne bilder – die verletzbarkeit lag wie eine offene wunde – so schien es mir – vor mir -
bäume weinen  bäume bluten bäume klagen – sie liegen am boden und haben meine hochachtung – sie waren schön sie sind schön sie werden es immer bleiben – sie strömen einen unvergleichlich betörenden duft aus – ich gehe mit meiner nase dicht heran und atme ihn tief in mich hinein -
die nassen wunden leuchten in allen farben – g. hält die rinde ab damit ich besser fotografieren kann – die rinde schützt die wunde – am nächsten tag hat jemand den grossen rindenstreifen abgerissen…
KOMPOST_BAUMWURZELN_24.06dass die bäume eine „dicke haut“ haben und kein empfinden glaube ich nicht – sie nehmen die feinsten regungen um sich herum wahr – sie reagieren auf jedes wetter sie verzeichnen es in ihrem innern mit jahresringen und geben kunde davon in ihren rinden -
die dicke linde hat gerade geblüht – die wurzel ist von der krone getrennt – keine von beiden weiss um das schicksal der anderen genauso wenig wie ich es weiss…

KOMPOSTLOCH_OFFENE WUNDE_26.063

KOMPOSTLOCH – WIE NOCH NIE…

 

oder LUBAS MEINUNG ZUR LAGE
KOMPOST_LUBA_P1110391_bearbeitet-1KOMPOSTLOCH GEMÄHT_1000_26.06
das ist zum mäusemelken
rasen gras alle pflanzen ratzeputze ab
und wo krieg ich nun mein zartes grünfutter her
und wo bitte nehme ich nun platz wo kein gras mehr ist
und wo bitte lassen die libellen sich nieder – prachtlibellen wohlbemerkt -
und was erzähle ich meinen aufmerksamen augen
und was erzähle ich den naturlieben besucher/innen weshalb sie hier überhaupt noch durchgehen sollen
und wo bleibt da der spass am herumtollen durchs hohe gras das so schön am bauch kitzelt
und beim versteckspiel mit anderen hunden – wie weit muss ich da laufen und heraus aus dem kompostloch

den gärtnern ist das natürlich vollkommen egal
sie haben den auftrag zu mähen – und sie mähen – sie überlegen nicht was sie damit anrichten – sie müssen es tun weil sie ja den auftrag haben
sie sind ausgerichtet
auf rasenmähen oder bäumeprüfen oder erde wälzen
eben oder
können sie das eine sind sie für das andere nicht zuständig
und oft können sie eben nur das eine
aufträge – die menschen hier richten sich gern danach

vorschriften – ohne die würden sie herumirren – ich weiss nicht wo – sie kämen ja von den wegen ab – würden auf bäume steigen oder gar blumen pflücken
ROSA UND LUBA_P1110382
ich leg mich jetzt zu rosadora – die nimmts gelassen – und das gras wächst ja wieder – immer wieder – wenn nicht hier dann anderswo….

KOMPOSTLOCH GEMÄHT_ROSA_1000_26.061_bearbeitet-1

möge das grün seine kraft behalten  – immer werden sie mähen – aber immer wieder wird das grün ihre bemühungen überwältigen

vergeblichkeit der menschen – gegen die kraft und unerschöpfliche energie der natur