FEIER DER NATUR…

‚o störe nicht, die feier der natur…’

ks-und-aue_291008_lx3-037_400.jpg

die natur hält viele feiern ab im jahr und lässt uns daran teilhaben.
eine der schönsten und farbenprächtigsten ist der herbst, wenn er der erde schmeichelt und sie umgibt mit einem mantel aus laub – von gelb bis gold von rot bis braun, von rosa bis hin zum violett. wenn der wind mitspielt und hindurchpustet und alles aufwirbelt, auch mich, und ein lebendiges schauspiel zelebriert – eine grossartige inszenierung. mein wohlbefinden und meine fräude schweben in unermässlichem.

wilhelmsh-blatter_281008_lx3-027_400.jpg

die letzten tage war ich so unermüdlich unterwegs, weil die blattfresser am werk sind, das heisst, das ganze werk zerstören. wohl weil sie müssen. aber da ist sie wieder – diese zerstörerische ordnungsliebe, von wem eigentlich? die gefegten wege und wiesen treiben mir die tränen in die augen. spielverderber, wüteriche, störenfriede (wo lauert bei dem letzten wort eigentlich der ‚friede’?). kahl liegen sie da, die feier ist vorbei. ach, käme doch der schnee und deckte alles zu, käme er, um mein gemüt zu beruhigen.

aue_lx3_121008-007_400pix.jpg

ich gehe in den wald, da kommen sie wohl nicht hin, die blattfresser. da darf das laub bleiben und seinen werdegang vervollkommnen.
wälzen im laub, wie gut das tut, raschelwege furchen und die bäume fragen, wo es lang geht.

wilhelmshohe-rosmarie_261008_lx3-019_400.jpg

G I N K G O ein lebendig wesen…

wilhelmshohe_lx3_181008-043_300pix.jpg

wilhelmshohe_lx3_181008-046_300pix.jpg

wilhelmshohe_lx3_181008-049_400pix.jpg


ist es ein lebendig wesen,
das sich in sich selbst getrennt?
sind es zwei, die sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?

joh. w. goethe

wilhelmshohe_lx3_181008-047_400pix.jpg

im alten china waren die ginkgoblätter und –nüsse
lange zeit das zahlungsmittel.
das sollte man doch wieder einführen und die banken und die zinsen und den ärger damit abschaffen…

s. ginkgo museum weimar

OKTOBERSTERN…

die farben im oktober – ein rausch.

aue_lx3_121008-018_400pix.jpg

heute erst entdeckte ich das gedicht von carl zuckmayer, der im überschwang durch den oktober ‚rauscht’, wie er heute (der überschwang) in der lyrik so nicht mehr geäussert wird. knapp sind die äusserungen und haben ihre berechtigung – knapp aber sind auch die wahrnehmungen und empfindungen geworden, wo es um naturerlebnisse geht.

natur – unsere lehrmeisterin, unsere trösterin, energiespenderin, begleiterin – ewige mutter, von der wir kamen, die uns erwartet am ende unserer zeit… Continue reading

BLATTMEDITATION AM MORGEN…

aue_lx3_121008-022_400pix.jpg

aue_lx3_121008-017_400pix.jpg

lege oder setze dich unter einen laubbaum. suche dir zwei schöne blätter aus und bedecke damit deine stirn oder deine augen. lasse bilder entstehen, wie das kleine blatt, noch ganz knospe, heraus will an die sonne, an den wind, den regen trinken möchte und erfahren, was tag ist und was nacht, wieviel zeit es draussen verbringen wird in einem jahr, ehe es sich wieder ins innen zurückzieht.
sei du selbst ganz blatt und schnuppere den duft, den es verströmt und präge dir ein, wie eine birkenblatt riecht oder das eines ahorns.
nimm diese gefühle in dich hinein und trage sie mit nachhause, damit du noch eine weile davon zehren kannst. Continue reading

VON HERZEN . . .

krimskram_me_lx3_131008-004_300pix.jpg

Liebe Rosadora,

vor einigen Monaten habe ich Sie bei Hassan im Allee Cafe kennengelernt und Sie sagten mir Ihren Internetauftritt. Seitdem bin ich regelmäßige Besucherin, vor allen Dingen Ihres Tagebuches.

Ich bin immer wieder tief beeindruckt und tief berührt von Ihren wunder-vollen Bildern und Ihren Worten. Es ist für mich eine Insel im Alltag. Egal, ob es mir gut geht oder ich einen Anker brauche.

Von HERZEN sage ich Ihnen : DANKE dafür, dass ich es wissen darf, wo ich Ihre Bilder und Worte finde.

Wir sehen uns vielleicht mal wieder im Allee-Cafe. Ich würde Sie jedenfalls gerne ansprechen.

Mit vielen herzlichen Grüßen

Ihre Doris Hofmann

E I G E N T L I C H . . .

mainau_211050117_400pix.jpg

…wäre ich heute früh für meine massage angemeldet, aber stattdessen wickele ich mich hinein in die bunten blätter, in die wärmenden sonnenstrahlen, bin im farbenrausch, in dem rausch, in den ich mich flüchte, da ich weiss, dass alles kühler und kälter wird – sozusagen sammele ich farben und gedanken für den winter, wie frederik in seiner mausegeschichte.
Ein tragender beweis auch, dass farben und licht und wärme erheitern und der seele gut tun, soooo guuuuut. Continue reading