
… gedanklich greifen wir gerne zu alten tüchern – festen meinungen, an die wir uns lehnen wie an ein gerüst. wie alte tücher sind auch alte gedanken porös und brüchig. als menschen sind wir in einen fortgang eingebunden. so rasant er auch zu werden scheint, wir können uns ihm nicht entziehen. wir selbst treiben ihn an. immer schneller. immer spezieller. so weit, bis er uns einmal überholt und wir keine tücher und keine gedanken mehr brauchen – schon gar keine alten.
aus:
rosadora g. trümper tuschick
zeitlebens











