
alles
was wüst
und leer ist
in mir
tritt zutage
und versteckt
was denkt
und noch sucht
und sich sehnt
und sich ändern könnte
mein gesicht
verfettet
und alternd
straft mich wahrheit
erich fried
wem das nicht so ginge beim anblick des eigenen spiegelbildes…
und wie sie sich zeigen, die spuren eines langen lebens – die ‚wüsten und leeren’ überdeutlich, wie mir scheint. wo verstecken sie sich nur – die denkerinnen, die sucherinnen, die sehnerinnen und die grossen noch bereiten änderinnen? vielleicht brauchen sie ihre energien, um noch intakt sein zu können, um noch eifrig die welt zu hinterfragen, wieder und immer wieder, um (sich) noch zu ändern und zu verändern, um an deutlichkeit und wahrhaftigkeit zu gewinnen. dann würden sie sich das ‚zutagetreten’ aufsparen bis zuletzt, bis ganz zuletzt und sich beschwichtigend über ein gesicht legen, zu gunsten eines friedlichen aussehens, das man bei toten so gern wahrnehmen kann (will). Continue reading →