
häuser ducken sich
gestalten schleierumhüllt
bewegen sich im weisstraum
akkord
aus muschel und mensch
nichts behält seine form
alles in auflösung
sagen und zauberlegenden
erzählt die luft
ich spüre den erdatem
weiss auf weiss
rose ausländer

häuser ducken sich
gestalten schleierumhüllt
bewegen sich im weisstraum
akkord
aus muschel und mensch
nichts behält seine form
alles in auflösung
sagen und zauberlegenden
erzählt die luft
ich spüre den erdatem
weiss auf weiss
rose ausländer

diese wunderwelt
luft
licht
läutendes meer
und
worte
zwischen mensch
und mensch
rose ausländer

aus der traufe kommend
in den mit sonne
bekleideten regen
immer
ein märchen
hinauf
rose ausländer
ich weiss einen stern gar wundersam,
darauf man lachen und weinen kann,
mit städten voll von tausend dingen,
mit wäldern, darin die vögel singen.
ich weiss einen stern drauf blumen blühn,
drauf herrliche schiffe durch meere ziehn.
er trägt uns, er nährt uns, wir haben ihn gern:
erde, so heisst unser lieber stern.
josef guggenmos
(T)RAUMVERBINDUNGEN
mai – juni in der GRUNDSCHULE GROSS FLOTTBEK HAMBURG


eine neue kunsterzieherin an der grundschule gross flottbek lässt eine schöne alte gepflogenheit, eine ausstellung mit den arbeiten verschiedener schulen zu zeigen, wieder aufleben.
ich bin die omma von clara und bin eilig aus kassel angefahren, um die ausstellung noch zu sehen, die vor beginn der ferien noch abgebaut werden soll. aber da ich die wunderbaren kunstwerke der kinder der grundschule gross flottbek immer wieder bewundern durfte, wollte ich mir diese, nun erweiterte ausstellung, nicht entgehen lassen.
hier werden die genialen möglichkeiten, die kunst und musik bereithalten, um die schöpferische kreativität auf die geistigen fähigkeiten einwirken zu lassen, voll ausgeschöpft. das ist eine grosse leistung dieser schule, die auch die kinder in begeisterung versetzt mit jeweils einer theateraufführung als abschied der vierten klassen.
aber auch vom ersten schultag an, wo die erstklässler empfangen werden mit märchenhaften darstellungen
der schülerinnen und schüler der zweiten und dritten klassen, haben die kinder ´bühnenerfahrung´und können zeigen, was sie schon können.
auch ein instrument kann erlernt werden. das ist eine gute grundlage, sich auch im weiteren leben dafür
zu entscheiden.
die ausstellung verdient höchstes lob, den kindern und auch den macherinnen und machern meine bewunderung.
ich bin begeistert und schaue mir die ´werke´, die ich fotografiert habe, immer wieder an.
gratulation und danke.
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wespen in scharen
wind wie wild durchs haar
ein jäckchen mittragen
zum spaziergang ins ausflugslokal
und freude
über jeden sonnenstrahl
der noch wärmt

vielleicht wäre es gut, wenn die welt von katzen regiert würde.
dann gäbe es in den höchsten ämtern endlich ausreichend klugheit, instinkt, einfühlungsvermögen, beharrlichkeit und energie.
anna magnani
christine reinckens
kunstbalkon kassel
vernissage 28.08.09
WARTEN
ein aus sehnsucht gesponnener traum
ein ganz besonderer zustand, wenn wir ihn füllen, mit unseren träumen
oder ein ins stocken geratener zeitfluss, der quält und wütende ungeduld
heranschwemmt
christine reinckens wartende sind lässig entspannt, lassen die betrachtenden gleichgültig an sich vorüberziehen, unirritierbar, ohne auch nur den blassesten schimmer erkennen lassend, worauf sie warten
sie sind nur sie selbst, tragen weder taschen, noch handys , noch Einkaufstüten, tauchen doppelt auf,
schliessen sich fast zum kreis durch die beiden an den äusseren rändern sitzenden, wie in einer schlussposition beide den kopf aufstützend
mittelpunkt ein paar gelborange schuhe, um die sich der kreis mir in gedanken schliesst
die beine und füsse sehr ,entgegenkommend´, sich in den kreis sehnend
wartend – eher ab-wartend – erscheint mir die szenerie
das warten friedlich hinnehmend
variationen des wartens einer gleichgearteten menschengruppe






für sabine…
Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
Auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben
Und schwinden wir
Und messen unsre trägen Tritte
Nach Raum und Zeit;
Und sind (und wissen’s nicht) in Mitte
Der Ewigkeit.
(1. Strophe aus „Amor und Psyche auf einem Grabmal“.)
Johann Gottfried Herder (1744-1803)