10. OKTOBER – WELTTAG GEGEN DIE TODESSTRAFE

Calmy-Rey bekräftigt Kampf gegen Todesstrafe

Bern. AP/baz. Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat den Kampf gegen die Todesstrafe als eines der obersten Ziele der Menschenrechtspolitik betont. Einige Staaten seien nicht bereit, auf die Todesstrafe zu verzichten, weshalb weitere Überzeugungsarbeit nötig sei, sagte Calmy-Rey zum Internationalen Tag gegen die Todesstrafe vom Mittwoch. Continue reading

ANDREA GEYER…

spiral lands

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‚fast jede denkweise schreibt diesem land die tugenden von WE, THE PEOPLE zu. aber die eigenarten dieser gedanken – genauso wie die eigenarten dieses blickes und dieser fotografien – sind nicht die eigenarten dieses landes.
schau noch mal hin.
in dieser vagheit liegt ein unterschätztes potenzial. eine unbestimmtheit des bildes.’

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‚das land ist. das land spricht – es antwortet dir und du brauchst nur zu hören. innehaltend.’

‚ich schaue nach obern und sehe: eine vielzahl horizonte, verbunden. eine bewundernswerte projektion.’

‚menschen sind von land und himmel untrennbar.’

‚heilig, heilig, heilig.’

‚heiligkeit ist heilig in unserer modernen welt.’

‚ich möchte sehen, das ist alles. ich möchte sehen…’

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ICH MÖCHTE SEHEN, DAS IST ALLES. ICH MÖCHTE SEHEN……..

andrea geyers arbeit besteht aus fotos und text. ohne text sind es wunderbare landschaftsfotos. ohne text können wir ihre intentionen nicht verstehen und nicht die geschichte dieses landes.

andrea geyers fotos sind in bemerkenswerter weise offen und verschlossen zugleich. die weite der landschaften, die blickbaren horizonte, immer wird uns dieser gedehnte blick anziehen.
fotos sagen alles, fotos sagen nichts. sie verraten nicht die geschichte der menschen dieses landes, des geplagten, gepeinigten, des enteigneten.
land bleibt land – es bleibt sich treu.
und himmel wird immer sein. er ist nicht in besitz zu nehmen.

ARME RITTER mit Holundermus …

‚arme ritter‘

das ist eine erinnerung an kindertage. wir wohnten auf einem grossen bauernhof, in dem kleinsten nest der welt. evakuiert nannte man das. der bauernhof war gross und die herzen der bauern klein. aber hin und wieder bekamen wir auch mal ein ei. und milch durften wir uns aus den grossen milchkannen, die in einem steinwasserbecken kühlten, schöpfen. dafür musste meine mutter oft eine halbe nacht nähen. Continue reading

AGNES MARTIN …

river

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den bildern etwas abgewinnen, auf denen scheinbar nichts zu sehen ist.
es gefällt mir, wenn den leuten der braten nicht auf einem goldenen tablett serviert wird. mir krümchen für krümchen ein bild anzueignen hat einen besonderen reiz für mich.
anfangs denke ich wirklich, dass auf dem bild ‚river’ nichts zu sehen ist. ich tauche aber trotzdem in das weisse nichts, nehme es als meditationsgegenstand. es strahlt keine besondere ruhe aus, denn das bild hängt in einem ‚durchgangs’raum. menschen gehen vorbei, bleiben stehen, versperren mir den meditativen blick.

an einem der letzten tage gehe ich schon früh in die neue galerie. Die noch tiefstehende sonne wirft einen hellen schatten durchs verhängte fenster. unmerklich wandert er über das bild. der ‚fluss’ beginnt in besonderer weise zu fliessen. linie an linie verdichtet er sich, bringt ein rauschen hervor. dieser schatten gibt dem ‚fluss’ eine andere richtung. er leitet ihn um und zu mir in den raum. ich steige hinein, schaukele auf den wellen, lasse mich mitreissen. er erzählt mir märchen aus wasserwelten. Schon weicht er mich auf…
Doch dann verschleiern wolken die sonne und der schatten verschwindet. das rauschen wird leiser, der fluss schwimmt davon.
ein schöner, leiser austausch.

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