EINEN TAG DANACH…

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Wer es nicht selbst gesehen hat, wird es kaum glauben: das mohnfeld ist weg.
Plattgewalzt, niedergemacht – platz für das, was immer war, für das altgewohnte. Veränderungen sind hier nicht erwünscht, experimente schon gar nicht, und selbst die documenta ist vielen kasselänerInnen ein dorn im auge.

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jetzt und im bilde…

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Märchen beginnen oft dort, wo in der realität kein platz ist. das mohnfeld wird denen, die es geliebt haben, in der erinnerung weiterblühn, vielleicht manchen noch schöner und prächtiger als sie es gesehen haben.

SIMRYN GILL…

Throwback

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nicht einfache abdrücke der teile aus dem 1313, sondern klare formen, wie aus archaischen zeiten, aus schlamm und naturmaterialien wie baumrinde, mangoschalen, milch, kokusnuss, herausgebildet und in einen neuen sinnzusammenhang gebracht.
das runde, kreise im kreis, das runde im kreuz – durchaus sybolischer ausdruck in ganz verschiedener weise. farblich wunderbar harmonisch. Continue reading

LUKAS DUWENHÖGGER…


celestial teapott

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da sitzt er nun, der einsame mann, unter dem üppigen bauch einer teekanne.
zwei treppen führen empor, die eine hü, die andere hott, die entscheidung wird nicht abgenommen. die viel zu grazile treppe und der viel zu wuchtige teepott. der unterbau ist gewagt und unsicher. aber seine zartheit ist verführerisch. türme haben immer etwas zwiespältiges – sie ermöglichen eine wunderbare aussicht, aber sie bergen auch die möglichkeit des absturzes oder gar absprunges. Continue reading

DAS MÄRCHEN VOM MOHN…

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dass das mohnfeld nach der d12 weichen muss, steht fest.
die kasseläner wollen ihre platte, grüne wiese wieder.
damit wäre das mohnmärchen abrupt zuende. keine geduld, keine neugier. die stadt der märchen liebt keine märchen. sie liebt, dass etwas ist wie immer.
das gewohnte, das, was sie kennen. das versprochene rot ist eingetreten, wenn auch viel zu spät, aber nun ist schluss damit. dabei lebt es im mohnfeld. es sieht zwar struppig aus und wild, doch natur hat ihre eigene ordnung. Continue reading