
eine andere welt ist nicht nur möglich.
an stillen tagen
können wir sie bereits atmen hören.
aus: der gott der kleinen dinge
arundhati roy

eine andere welt ist nicht nur möglich.
an stillen tagen
können wir sie bereits atmen hören.
aus: der gott der kleinen dinge
arundhati roy

Ein Grashalm sagte zu einem Blatt vom Herbst:
„Du machst solchen Lärm, wenn Du fällst!
Du störst meine Winterträume.“
Das Blatt antwortete ungehalten:
„Du bist von niedriger Herkunft und
hast dich nie über deine Niedrigkeit erhoben,
griesgrämiges, stummes Ding.
Du lebst nicht in den höheren Sphären
und hast von Musik keine Ahnung.“
Dann legte sich das Blatt auf die Erde und schlief ein.
Als der Frühling kam, erwachte es wieder –
und war ein Grashalm.
Als es Herbst wurde, die Zeit für den Winterschlaf nahte
und in den Lüften die Blätter fielen, murmelte es:
„O diese Blätter im Herbst!
Sie machen so einen Lärm!
Sie stören meine Winterträume.“
Kahlil Gibran (1883-1931)

die farben noch einmal mischen, sie schwingen,
in diese und jene richtung,
mich einlassen – ganz.
in der herbstspirale tanzen,
mich hineinfallen lassen in die energiespenderin.
fantasien sammeln für den winter – wie frederik.
nich klagen, dass die schönheit vorbei,
sondern danken
und hoffen und neugierig sein auf das, was kommt –
bestimmt…

am baumalphabet
das leben lernen
den fragen
eine richtung geben
die antworten finden
mal mehr mal weniger
AUCH DAS WASSER FÄLLT VOM HIMMEL…

blätter schwingen
farben klingen
singen das lied vom herbst
das mir gefällt





URWALD-REINHARDSWALD…
hexen und andere fantasiegebilde…



franz marc
die vöglein sind zu beneiden,
sie meiden,
an stamm und wurzel zu denken,
und selbstzufrieden schaukeln
den ganzen tag die behenden
und singen auf letzverzwweigten enden.
paul klee