BILDENDE KUNST – hamburger schulkinder

tag der offenen tür in der
grundschule groß flottbek – klassen 1 bis 4

immer wieder gehe ich bei meinen hamburgbesuchen mit meinen enkelkindern in der schule vorbei.
immer bin ich überrascht von dem kreativen faden, der sich in dieser schule durch die klassen zieht und den räumen ihre besondere note gibt.
die arbeiten zum ‚tag der offenen tür’ sind noch in der vorhalle zu sehen. stolz zeigen mir clara und paul, leona und michel ihre werke. die verschiedenheit der kinder drückt sich noch in ihren sehr unterschiedlichen fantasien aus.
es ist eine bunte, mich begeisternde schau. Continue reading

DER TON AUS DER TIEFE…

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eines nach dem anderen der herbstbilder stellt ferdinand von reitzenstein für mich zum fotografieren auf.
bei diesem bild sagt er – wie beiläufig – DER TON AUS DER TIEFE.
ich bin so ergriffen. vielleicht stelle ich den TON mit dem LICHT gleich.
das LICHT, das nur im dunkel sichtbar wird und der TON als die begleitende ergänzung, obwohl es die nicht braucht. die tage, die noch kurze zeit dunkler werden und das ersehnte licht – in jedem jahr und immer wieder, die verlässlichkeit in diesem rhythmus tröstet uns nur wenig. schlecht halten wir sie aus, diese dunkle jahreszeit. Continue reading

BIS IN DIE EWIGKEIT…

jüdischer friedhof kassel

auf dem kasseler jüdischen friedhof besuche ich die toten. mal wieder verbringe ich ein paar stunden in konzentriertem erleben. heimkommen zu etwas vertrautem. hier verändert sich nichts mehr, nur der lauf der zeit und die ständige verwandlung verschieben mir die bilder.

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die toten raunen mir zu: setz dich, erzähl uns was. und ich werde ganz ruhig. längst haben sie abgelegt, was mich noch umhertreibt. längst sind sie frei von allem überfluss der dinge und gedanken, den zielen, die keine sind. und dann erzählen sie mir, anstatt umgekehrt.ich versuche zu verstehen, was sie sagen. das ist eine ungeheure anstrengung. ich zweifle, ob ich sie richtig verstehe, oder ob sich meine gedanken schon wieder mit den ihren vermischen. und dann sehe ich ganz klar – hier ist auch drüben – drüben, das ist auch hier. kein unterschied – alles ist in allem. Continue reading

S P R U C H B Ä N D E R – gespräche mit engeln

Engel

manchmal
trittst du mich
gibst mir einen stoss
mit deinem fuss
dann verwechsle ich dich gern
mit deinen satanischen kollegen
mein zorniger engel
aber alles in allem
hast du recht getan
war es an der zeit
dass du mich stiessest
aus meinen träumen
mich wieder drängtest
ins leben
alles in allem
lieb ich dich so

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MAL MIR EINEN ENGEL…

während ich fotos für mein engelbuch aussuche, kommt mir die idee, ich könnte die menschen bitten, mir einen engel zu malen, um diese für das buch zu verwenden.

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ich sitze im cafè antik und bitte inken, jens und thomas, mir einen engel zu malen. erwachsene tun sich schwer mit malen. sie behaupten, sie könnten es nicht.
schliesslich holt jens weisses papier, ich gebe die stifte und mit etwas überredungskunst gelingt es mir dann, eine malrunde am runden tisch zusammen zu bekommen. jede/r entschuldigt sich für ihren/seinen engel und dass er nicht gelungen ist. Continue reading

S E G N E N . . .

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die sonnenstrahlen in den ahornbäumen am rande des fritzlarer friedhofes locken mich – weg von meinem eigentlichen vorhaben.
mir fällt ein, dass ich vor jahren einen alten grabsandstein fotografiert habe, der mich sehr beeindruckt hat. ein gewellter rock einer mutter, die ein kind an der hand führt, in der gleichen hand einen schlüsselbund. so voller anrührender symbolik… Continue reading

DIE MUSIK IST VERKLUNGEN…

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ein neuer klang geht durch den park. herbstlich gestimmt. eine synfonie klingt mir aus diesem bild entgegen. der kleine pavillion und die stuhlreihen scheinen mit den bäumen und dem laub ineinanderzuspielen. der anblick ist mir genug musik. aus gebührendem abstand betrachte ich die komposition, halte inne, lausche ins nicht ganz lautlose doch ungewohnte.

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beim gehen entsteht ein neuer ton – herbstblättergesang. mir von kindheit her bekannt. ich finde es so unglaublich schön, dass die blätter noch nicht weggeräumt sind. das nähme dem herbstbild das eigentliche.
das orchester vermisse ich nicht. im gegenteilt. diese leise musik prägt sich mir viel stärker ein als alles laute.

ALLE (R) HEILIGEN – HEILIGE ALLER…

DER 1. NOVEMBER IST DER TAG DER CAILEACH (KELTISCH)

CAILEACH ist die ‘WEISE Alte’. sie beeinflusst die jahreszeiten und das wetter. (sie ist die frau holle im märchen).
ihr symbol ist der kessel. die hexen sind die weisen frauen, die zu den anderwelten zutritt haben. in der nacht zum 1. november öffnen sich die grenzen und ein paar tage ist ein eifriges hin und her zwischen den lebenden und den toten.

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‚…DASS ICH EINS UND DOPPELT BIN?‘

GINKGO

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‚…ist es ein lebendig wesen,
das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, dich sich erlesen,
dass man sie als eines kennt?

solche fragen zu erwidern
fand ich wohl den rechten sinn.
fühlst du nicht an meinen liedern,
dass ich eins und doppelt bin?’

diese zeilen von johann wolfgang von goethe sind manchem bekannt.
das wiedererkennen verbindet. ein älterer mann spricht mich beim fotografieren der ginkgoblätter an. ‚kennen sie…’und er spricht das verslein daher. kopfnicken meinerseits und stilles verstehen, ‚ja, es ist mir bekannt, das goethe-gedicht.’ ein kleines gespräch entwickelt sich. wir stellen fest, dass wir nicht die geringste aussicht haben, nur halb so alt wie ein ginkgobaum zu werden… Continue reading