CLAIRE PENTECOST
when qou step inside you see that it is filled with seeds
ottoneum
210 nr. 134

Claire Pentecost
geboren 1956 in Atlanta/USA; lebt in Chicago
Gerade amerikanische Künstler zeigen auf der documenta wie ökologisch sie denken – Claire Pentecost etwa, die Goldbarren aus Kompost formt. „Bei diesem Projekt geht es um den Wert des Bodens, ich schlage damit eine neue Werteeinheit vor, eine Art neuer Währung, die den Petrodollar ersetzt“, sagt sie in der Sendung ttt der ARD.
Pentecost engagiert sich auch gegen den Handel mit Nahrungsmitteln in den USA. Zuletzt bei den sogenannten „Monsanto-Hearings“, bei denen die von dem Großkonzern verursachten Umweltschäden angeprangert wurden.
Pentecoast verehrt den deutschen Künstler Joseph Beuys. Seine Vorstellung von der sozialen Skulptur und davon, dass man sich mit Kunst der Welt und den Menschen nähert habe sie sehr beeinflusst, sagt sie.
Redaktion: sofo / aba, Bild: © ttt




nach auffassung von claire pentecost sind künstlerinnen und künstler diejenigen, die sich bereiterklären, in der öffentlichkeit zu lernen und das wissen selbst in der kulturellen sphäre der auseinandersetzung über werte zu befragen.
kompost und bienen – das hat sie mit PIERRE HUYGHE gemeinsam. die kreisläufe verbinden sich. vielleicht gelingt dem einen oder der anderen der gedankliche sprung vom ottoneum, von claire pentecost, zu dem projekt von pierre huyghe in der karlsaue.




das neue wertesystem, das claire pentecost vorschlägt, lässt eine andere gesellschaftliche orientierung auf grundlage des lebendigen ackerbodens vor.
die scheine der neuen währung begeistern allein schon durch die wunderbare art der zeichnungen.
auch die kompostbarren haben etwas betörendes, wenn die abendsonne den goldenen grund auf dem sie stehen, glänzen lässt und den glanz an die barren abgibt.
eine wunderbare arbeit mit tiefem hintergrund.


















































