PENTAGRAMM IM KOMPOST…

PENTAGRAMM GROSS_P1040406_bearbeitet-2
vor fast drei wochen habe ich fünf der sechs hügel mit einer 200 meter langen schnur verbunden
in der form eines hexagramms
mit der deutung dass damit die vier elemente feuer wasser erde luft und geist oder die gedanken verbunden sind liess ich den geist von dem nördlichen erdhügel  – der einzige von dem die erde nicht durchgerüttelt wurde – als inspirationsquelle ausgehen
das pentagramm war für andere kaum zu erkennen
der faden (lebensfaden) war schnell durchbrochen
irgendwelche jugendlichen machen sich im kompostloch zu schaffen und treiben ihr eigenes zerstörerisches spiel
den faden sammelte ich wieder ein und
PENTAGON_P1040202_bearbeitet-1
liess nun gestern ein neues und kleineres pentagramm entstehen
die inspiration ging wieder von dem nördlichen hügel aus
– er ist ganz mit ackersenf bewachsen der nun anfängt zu blühen
im ackerbau wird ackersenf als gründungung verwendet
pentagramm vor leuchtendem gelb…
KOMPOST_I LOVE NEU_PENTA NEU 27.03
die nüchterne erklärung
Aus dem Griechischen kommend (pentágrammo: mit fünf Linien), bezeichnet dieser Begriff einen fünfeckigen Stern, der sich aus der Verlängerung der Linien eines Fünfecks ergibt (eine Spitze zeigt nach oben und zwei nach unten).
Es stellt die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde dar, überragt vom Geist. Es soll die Macht besitzen, Böses fernzuhalten und gute Geister herbeizurufen.
Da man es in einem Zug zeichnen kann und am Schluss wieder zum Anfang gelangt, galt es auch als Zeichen für den Kreislauf des Lebens.

Göttin der Liebe und der Schönheit.
Venus, altitalische Göttin des Frühlings und der Gärten, wurde der griechischen Aphrodite gleichgesetzt, von der sie allmählich auch die aus dem griechischen Mythos geläufigen Eigenschaften und Beziehungen übernahm. Mit dieser Hellenisierung des Venusdienstes wurde aus der Gartengöttin die Göttin der Liebe;
Die Annahme, Venus sei ursprünglich eine italische Göttin des Ackerlandes, der Gärten, des Frühlings und als solche eine Göttin von Bauern und Winzern gewesen, wird heute nicht mehr vertreten.
die gartengöttin und die des ackerbaus sei nicht vergessen
ohne garten und acker ist liebe nicht zu denken – liebe nährt sich nicht allein aus liebe

Venus war der 1. April heilig
die nähe der walpurgis ist nicht zufällig – in jeder venus eine hexe…

Das Pentagramm als Gestaltungsprinzip in der Natur
das Venus-Pentagramm findet sich in den Rosengewächsen (Apfel, Kirsche, Mandel, Aprikose, Weißdorn, Himbeere, Brombeere usw.).

HÜGEL-LIEBE IM KOMPOST…

I LOVE-HÜGEL_P1040879
der LOVE-hügel hat keine texte – die liebe ist bildlich zu sehen
sie wendet sich der natur und hier dem kompostloch zu – mit herz und seele
meine augen sehen es so – in jedem bild meine liebe

BAUM KOPFÜBER_P1010238_bearbeitet-1mit meinem ‚I  LOVE …´ werfe ich einen gruss aus
zu
PASCALE MARTHINE TAYOU
mit seiner ausstellung im kunsthaus bregenz

‚I LOVE…‘ hat die  fantasie und wirkkraft wie der flügelschlag eines schmetterlings in meinem kompostloch der einen tornado der liebe (meine vorstellung) auslösen kann – wo auch immer
KOMPOST I LOVE-HÜGEL 21.03energie bewegt sich schnell und so ist die liebe wohl heute schon überall angekommen…

 

LYRIK AUF DER LEINE…

KOMPOST LYRIK AN BÄUMEN 24.02
meine gartenschnur mit den lyrischen texten zwischen zwei riesigen bäumen hing nicht lange
ich hatte einen gartenarbeiter in verdacht und stellte ihn zur rede – da könnte ja jeder…. undsoweiter ich müsse um erlaubnis bitten – um erlaubnis bat ich nicht aber ich holte eine genehmigung beim beauftragten der gärten und gartenarchitekturen der museumslandschaft hessen kassel ein

nach vielem hin und her bekam ich als alternative zwei holzpfähle aufgestellt – „ausserhalb der für den parkbesucher zu nutzenden wege“ – nun offiziell und mit mündlichem gestattungsvertrag – und ganz in der nähe der beiden bäume

nun hängen sie da – wie auf einer wäscheleine und gedrängt – der menschenordnung entsprechend
KOMPOSTLOCH LYRIK II 20.03
sie gefallen mir zwischen den pfählen nur bedingt und ich werde sie an holzstöckerchen anbinden und auf einen hügel postieren – einen LYRIK-HÜGEL also
der vorschlag mit den „fähnchen“ kam übrigens von herrn b. dem beauftragen der ghk
und ich hoffe damit gegen keine vorschriften zu verstossen…

damits auch ein bisschen lyrisch wird

ich komme
und du bist da
immer
bist du da
was haben wir nur
für ein verhältnis

in der pfütze
der ganze himmel
bäume schliessen auf
haben kopfüber
ihr unvergleichliches
erleben

in
jedem vogellied
ein glück
meise kleiber
fink und stieglitz
wieder ein lied
wieder ein chor
ich tanze

rosadora

 

JEN RAY – HITS…

JEN RAY
HITS

noch bis zum sonntag
FRIDERICIANUM JEN RAY 12.03der kasseler kunstverein zeigt noch bis zum 16. märz 2014 die arbeiten der in berlin lebenden new yorker künstlerin JEN RAY
sie zeigt ihre grossformatigen aquarellierten beeindruckenden zeichnungen
in ihren surreal inszenierten welten treffen sich unterschiedlichste motive in wunderbar leichter weise
in ihren motiven zeigt sie stile verschiedener epochen
sie ist eine meisterin geistreichen und humorvollen collagierens
FRIDERICIANUM JEN RAY 12.031
jen ray widmet sich auch immer stärker öffentlichen performences die sie im rahmen ihrer ausstellungen inszeniert und filmt

LIEBE MALWIDA…

Malwida von Meysenbug (1816 – 1903)

MALWIDA_P1040374„Noch sah ich meinen Weg nicht klar, wusste noch nicht, wie ich verwirklichen sollte, was sich in meinen Gedanken bewegte, aber ich fühlte, dass das Ziel meines Lebens hinfort sein werde, an der Emanzipation der Frauen von den engen Grenzen, welche die Gesellschaft ihrer Entwicklung gesteckt hat, und von den Kleinlichkeiten und der Unwissenheit, welche die Folgen davon waren, arbeiten zu helfen.“ Malwida von Meysenbug, 1905

MALWIDA_ANBAU_P1040371
liebe malwida

die kasseler Heinrich-Schütz-Schule trug zwischen 1930 und 1940 deinen namen
dann benannten die nationalsozialisten sie um
du warst ihnen zu emanzipiert – ob man das wort damals schon kannte – zu demokratisch gesinnt
aus malwida-von-meysnebug-schule wurde die heinrich-schütz-schule
sie heisst auch heute noch so
dir hat man einen anbau gewidmet der nun seit über zwei jahren deinen namen trägt

ich überlege ob dir das recht gewesen wäre mit dieser einschränkung
vielleicht ist diese daheraus entstanden dass du ja   n u r   die ersten 15 jahre deines lebens in kassel verbracht  – deine berühmtheit erst in späteren jahren erlangt hast – wenn überhaupt
zu deiner zeit war es ja sehr ungewöhnlich dass eine frau einen eigenen willen entwickelte und pädagogische und politische fähigkeiten zu ihrem lebensinhalt machte
die eine oder andere weiss das heute zu schätzen – und ich sage das absichtlich so – weil es wirklich nur die eine oder andere ist die deinen lebenslauf und dein lebenswerk kennt
am heutigen weltfrauentag – der für die meisten frauen keine bedeutung hat – leider – gebe ich dir die ehre – meine persönliche – und wünschte du kämst heute auf den opernplatz einfach so dahergeschneit und würdest deine meinung zur weltfrauenlage deutlich machen
deine weitsicht – schon damals – weit über kassel hinaus – hätte tragweite und überzeugungskraft genug um klarzumachen dass es nicht nur um das eigene wohl sondern auch um das derer die in unterdrückung und armut und anderen heute noch herrrrschenden machenschaften leben und leiden geht
ich nähme dir dein beklemmendes kopftuch ab mit dem man dich allzugern zeigt öffnte dir dein haar und mit flatterhosen machtest du eindruck fähig mit deinem innen und aussen eine vorbildfunktion zu erfüllen – achja vorbilder die fehlen gänzlich
vielleicht überzeugen die frauen von heute deshalb nicht

wir schauten uns das heutige kassel an – du wärest enttäuscht denke ich mir – wie zum einen ein krieg die stadt zerstörte und zum anderen der wiederaufbau zum zweitenmal  und keine wirklich städtebaulich eindrucksvolle stadt hinterlassen hat
von dem haus in dem du gewohnt hast kann man auch heute noch über die karlsaue schauen
– wagt man sich nur in die oberen stockwerke
das leben hat sich auch da sehr verändert – abgesehen von den documentas die immer wieder stattfinden – die einen besonderen kunstflair entfaltet – man spaziert nicht mehr gemächlichen schrittes man rennt und joggt in eile durch das grüne juwel der stadt rennt vor sich selbst weg und vor vielem anderen auch – in hektik hetzt man den neuen idolen geld und erfolg hinterher – und der schönheit frönend
ich spazierte gerne mit dir am küchengraben entlang bis zum aueteich und drumherum und am hirschgraben wieder herunter – vor der orangerie verweilend von wo aus du dich ohne dass ich es merkte davon machst wie ein flügelwesen durch die lüfte…

MALWIDA VON MEYSENBUG-ANBAU

KUNST LYRIK LIEBE…

und alles im kompostloch

LEMNISKADE_P1040216erstmal die kunst

sie macht was sie will – sie ist was sie ist – kunst ist beliebig – kunst ist beliebt – kunst ist geliebt und gehasst – kunst geht durch den magen – kunst fällt auf – kunst fällt raus – und manchmal auf die nase…

ABGESANG_P1040205kompostloch lyrik_P1040199_bearbeitet-1LYRIKLEINE_P1040195die einen hängen ihre wäsche auf die leine – die anderen ihre lyrik

P1040222_bearbeitet-1wer liebt hier wen – das kompostloch mich – oder ich das kompostloch… oder wer wen wo was….

 

 

 

EIN BESUCH IM STÄDEL MUSEUM FFM. …

STÄDEL  MUSEUM FRANKFURT/MAIN
GEGENWARTSKUNST 1945 – HEUTE

der einstieg in das thema will mir nicht so recht gelingen – fast 70 jahre als gegenwart zu bezeichnen schaffe ich nicht – meine lebenszeit kann ich gegenwärtig betrachten doch sie besteht zum grösseren teil aus vergangenheit – meiner vergangenheit
also nehme ich meinen eigenen gang – lasse mich inspirieren ohne berücksichtigung von entstehungsjahr und aussage
es ist die architektur die mich zuerst fasziniert – klare linien helle hohe räume und als krönung diese spiegelwand –  ,mosaic mirror wall piece‘ von JOHN M. ARMLEDER – die verzerrungen lassen neue bilder entstehen und ich mag bilder die ich selber finden kann – bilder in bildern sozusagen – ich kann mich gar nicht wieder beruhigen – immer neues fällt mir auf – spiegelzerrbilder – moderne

STÄDEL FFM._7in den neuen räume die nun schon nicht mehr so neu sind in denen die gegenwartskunst gezeigt wird begegnet mir viel bekanntes – bekannt u. a. von den verschiedenen documentas in kassel – das bekannte oder die bekannten die bei mir eindruck hinterliesen sehe ich hier nun in einem neuen kontex – ich staune was zeit vermag und was erworbenes wissen während dieser für aufschlüsse ermöglicht
ROSA VOR SCHWARZ_STÄDEL FFM._71
vor RICHARD SERRAS ,inka‘ 1989 mischen sich ehrfurcht und erstaunen – auch grenzenlose freude zumal ich mit seinen skulpturen persönliche erfahrungen und empfindungen verbinde – dieses riesige schwarze etwas kannte ich bisher noch nicht – eine klare scheinbar leere fläche entfacht grosse fantasien lässt möglichkeiten des eignen sehens und interpretierens offen – ich schwinge mit

ROSEMARIE TROCKELS ,who will be in in ´99?‘ (wer wird ´99 in sein?) aus dem jahre 1988
ein gleichschenkliges kreuz – gestrickt – mit maschine wie vermutet wird – hängt in einer ecke hochoben – wie schützend oder segen spendend – über der dunklen skulptur von OTTO FREUNDLICHS ,composition‘ aus dem jahre 1933 – rosmarie trockel ist heute eine über die grenzen hin bekannte künstlerin – auf der d13 war sie mit ihrem ,teaparty-pavillon‘ vertreten – sie hier mit einem so alten werk präsentiert zu sehen erstaunt mich

AUSSCHNITTE_SYMBOLE_55die klaren symbole wie kreuz kreis spirale dreieck oder kreuz – ROSEMARIE TROCKEL – WALTER DAHN – JIRI GEORG DOKOUPIL – GÜNTHER ÜCKER – RUPRECHT GEIGER – GÜNTER FRUHTRUNK – erlangen mühelos aufmerksamkeit – sie geben allgemeinverständliche botschaften – bei näherem betrachten des jeweiligen bildes sagen sie doch auch noch etwas ganz anderes

DOKOUPIL STERN_P1030369
so wie der STERN IN NOT von ji`ri georg dokoupil aus dem jahre 1982
der zentrale platz mit bank davor trägt vielleicht dazu bei dass man nicht drumherum kommt näher hinzuschauen – es entsteht eine rege diskussion – die nähe entsteht vielleicht aus dem dass das pentagramm des sternes den mensch als mikrokosmos offenbart  –
ein stern der ursprünglich auf festen beinen steht kippt um und beginnt obendrein auch noch zu brennen – das ist sinnbildlich und ziemlich klar – zusammenbruch der bisherigen weltanschauung – wir erkennen bei näherem hinschauen dass die steine bücher sind – nichts ist mehr gültig was bisher gültigkeit besass – dokoupil will für sich keine klare aussage treffen

STÄDEL_BASELITZ_74die ,alten‘ noch lebenden künstler wie georg baselitz – markus lüppertz – gerhard richter können für sich sprechen erhalten viel – zu viel – aufmerksamkeit
GIACOMETTI_76
ALBERTO GIACOMETTI‘s grand nu assis – grosser sitzender akt – und femme epaule cassée – frau gebrochene schulter – rühren an indem sie zu verschwinden scheinen und doch gegenwärtig sind

DEBUFFET__450-2er zieht mich an – er spuckt mich wieder aus – der ,grossherzog tapié von JEAN DUBUFFET – kleine augen abstehende ohren die alles zu hören scheinen zugespitzter mund und spitzes kinn lassen geist und witz erahnen
GENZKEN_JASSNIG._72ISA GENZKENS ,fenster‘ wird zum guckkasten – es steht mitten im raum und ich hätte es fast übersehen – entschliesse mich dann aber es als guckkasten zu benutzen – mache zwei besucher zum bildinhalt – ihr markenzeichen – konfrontation von kunst mit banalität des alltags – ihre suptilen andeutungen in ihren werken lassen assoziationen wie vergeblichkeit oder ratlosigkeit aufblitzen – isa genzken ist eine der ganz grossen mit einem umfangreichen werk das kaum ganz zu deuten ist – ich verstehe sie – ich verstehe sie nicht

MARIA LASSNIG ist mit ihrem ,selbstbildnis mit affen‘ kaum zu deuten – spät wurde sie bekannt und auch berühmt – in venedig erhält sie den ,goldenen löwen‘  – sie lebt in new york – mit 60 bot man ihr eine malerei professur an – sie sagt: und jeder tag bringt eine neue wende – es ist die kunst die bringt mich nicht ins grab – maria lassning ist 93 und eine grosse in der malerei
GELBE LEINE_
LENI HOFFMANNS ,sansibar‘ – zwei linien aus elektrokabel – erinnert mich an Die Spur der Kordel: Sheela Gowdas „And tell him of my pain” von der documenta 12 – sie ist gut platziert – man kommt nicht drumherum

CAVIARBILD__450-2

GEORG HEROLDS ,schal ohne arafat‘ – aus kaviar und lack auf leinwand – ist eines der versuche die malerei von den bisherigen vorstellungen zu befreien – das ist ihm gelungen – meine aufmerksamkeit hat er
BADENDE_75die gemeinsamkeiten von der ,badende‘n von ALEXANDER ARCHIPENKO aus gips papiermaché auf einem innengerüst aus draht und – der ,grossen badenden‘ von HENRI LAURENS fallen mir erst jetzt auf – gemeinsam haben sie nur das thema – ansonsten sind sie gänzlich verschieden – schon wegen des materials und der daraus resultierenden aussage

STÄDEL GEGENWART_

ein rundgang aufschlussreich und faszinierend