ANDERE SPHÄREN…

mehrhundertjährige eiche

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gebettet
in deinem wurzelnest
lausche ich
deinen alten baumklängen
sie nehmen mich mit
in andere sphären
die so friedvollen
sie erzählen
von einem mai
der auch für dich
einmal ganz anders war
den du
nicht weniger liebtest
als deinen jetztgesang
den so weisen
den so starken
der um das verklingen weiss
dein dasein
überwältigt alles
auch mich

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´wiege mich
maiwind
wiege mich
mache mich leicht
dann fliege ich´

von der energie des baumes ins gras geworfen
nahm ich die lage für meine bilder
baumwurzelelfenfrau

LÖWENZAHNSSTERNE…

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gezwungenermaßen krieche ich am boden.
die hexe will es so.
es zwingt mich, die perspektive zu wechseln.
die reihenfolge stimmt nicht.
stehen – knieen.
bis zum meinem wunschbaum komme ich nicht.
am boden schaue ich mich um, sehe unerwartetes,
sehe löwenzahnsterne.
sie sind mehr stern als löwe, mehr stern als zahn.
die nähe macht sie mir vertraut.
ich finde sie nicht nur schön, ich finde sie zauberhaft
in ihrer windergebenheit.
sie fliegen, fliegen nicht weit, aber weiter.
vor meinen augen dieses köstliche lichtwindspiel.
eben sterne
windsterne
sonnensterne
löwenzahnsterne weniger.

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MEIN TAG DES BAUMES…

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stieleiche – mehrere hundert jahre alt

für mich wird jeder tag zum tag des baumes, an dem ich solch einem prächtigen exemplar begegne.
die begegnung mit dieser eiche war eindrucksvoll. als einzelexemplar hat nichts und niemand sie gehindert, ihre eigenarten auszubilden. die machen sie zu etwas besonderem, etwas einzigartigem.
sie ist nicht nur ein einziges wesen, sie ist viele wesen, die sie ausmachen.
wenn ich wüsste, wie bäume das fertig bringen, sich in dieser vielheit zu äussern, sich zu veräussern, in die gestaltung zu treten, wüsste ich viel.
in voller bewunderung umkreise ich diesen einzigartigen baum, nehme blickkontakt auf, wage ihn zu berühren und vor lauter begeisterung haut es mich um, und ich liege langgestreckt auf dem rücken unter seinen zweigen im satten grünen gras. das wächst hier besonders üppig aufgrund einer symbiose und fruchtbarem austausch.
mein austausch mit der eiche gelingt zögerlich. die energie macht mich sprachlos.
meine aufnahmekapazität ist erschöpft.

diese energie macht, dass ich diese bäume, die so weise sind in ihrer art, immer wieder besuchen muss.
ich bin noch hier und freue mich schon auf den nächsten besuch.

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WILDAPFELBAUM…

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er ist unter meinen bäumen ein ganz besonderer.
mit einem umfang von 2,85 metern wird er auf 200 bis 250 jahre geschätzt.
damit ist er der älteste apfelbaum deutschlands.
nicht leicht zu finden ist er auf den beberbecker huten.

WILDAPFELBAUM

bei meiner heutigen fotowanderung hatte ich mir vorgenommen nachzuschauen, ob der wildapfelbaum blüht.
von weitem, etwa 150 bis zweihundert meter von der eichenallee entfernt, sah es aus, als hätte er leichtes grün aufgesetzt.
ich ging zu ihm hin, um ihn anzuschauen und mir einzuprägen, wie seine befindlichkeit sei.
die war gemischt. einige zweige hatten tatsächlich kleine rosarote blüten hervorgebracht.
nichts konnte mich an diesem morgen mehr beglücken als dies.
ich dankte es ihm mit einer umrundung, mein ritual der demut.
ganz nah ging ich an seinen stamm heran.
da gab es eine öffnung, die fast die form eines herzen hatte – ein baumherz.
das herz war offen.
ich durfte hineinschauen.
auch ich öffnete mein herz – es war eine grosse nähe zwischen dem wildapfelbaum und mir.
ich betrachtete ihn noch von mehreren seiten.
beim verabschieden versprach ich wiederzukommen.

WILDAPFEL_IV

WILDAPFELBAUM_III