
´ja, wenn man die träume nicht hätte…´
schweigen
´dann käme man besser zurecht im leben.´
schweigen
´und hätte man die liebe nicht?´
fragt der achtundsechziger wie ein psalm
´auch´,
erwidert die alte
aus
roger willemsen
DEUTSCHLANDREISE

´ja, wenn man die träume nicht hätte…´
schweigen
´dann käme man besser zurecht im leben.´
schweigen
´und hätte man die liebe nicht?´
fragt der achtundsechziger wie ein psalm
´auch´,
erwidert die alte
aus
roger willemsen
DEUTSCHLANDREISE






platane
baum der göttin
urige baumgestalt
dich leise hervortastend
ins blätterhaus
maigebärende grünliebe
immerwährend

die alten und die neuen bilder
nicht miteinander vergleichen
das verbindende ist auch
immer das trennende
rosadora




die farbe gelb vergoldet das licht, ja, hier ist sie licht. licht, das tausend und abertausendfach das glück und die freude in den mai schickt und dieser lässt uns daran teilhaben.
wieso, wieso nur, sind alle monatsnamen männlich – das fiel mir eben gerade auf. dabei ist der mai so weiblich weich und strahlend.
geburtstag im mai
flieder verführt mich
zum schwur
ich bin ein atem
im mai
die blauen adernflüsse
wer nimmt ihre mündung wahr
welchen anteil
haben die sterne
an meinem traum
im maiglöckchenraum
dem störrischen stier geweiht
der widerspruch
steckt mir als angel
im blut

wenn das weisse morgenlächeln
über meinem kelche hängt,
und der frühluft leises fächeln
sich in meinem haar verfängt,
dass mein grüner körperstengel
sehnsuchtsschwer sich überneigt,
kommt ein schöner falterengel,
der mit mir zum himmel steigt.
meine duftige gewandung
wandelt er zum flügelkleid,
über tag und mittagsbrandung
schweben wir durch lose zeit.
und wir schaukeln, und wir strahlen
unsre seelen in die luft,
füllen alle blütenschalen:
er mit farbe, ich mit duft.
frühes gedicht (ca. 1943)
ZUM GEBURTSTAG VON ROSE AUSLÄNDER
geb. 11. mai 1901
Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren

und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen

Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen
nur Meer

Nur Meer
ERICH FRIED

RENNHUHN
VON CARIN GRUDDA
als kind wohnte ich 3 kilometer entfernt vom geburtsort carin grudda´s.
kennengelernt habe ich sie erst jetzt und zwar durch das UNGEHORSAME HAAR (herzmann). das wasserhinkel entdeckte ich später im netz.
HINKEL das war ein ausdruck den ich aus kindertagen kannte.
hinkel, das ist ein kleines huhn.
nun bezaubert es mich hier mit seinen drei gesichtern.
mal sehen, wo es noch landet im flug…
auch ihr buch begeistert mich und meine enkelin clara.
inspiriert von ihrem tun machten wir uns daran ein bild zu gestalten.
den grund hatte ich gelegt. wir klebten allerlei utensilien, die wir
am meeresstrand fanden, dazu.
leider hab ichs nicht fotografiert.
das nächste bild ist schon geplant.
und clara – 8 jahre – will später auch skulpturen machen und bilder malen
und mit ihrer freundin hannah in ihrem eigenen atelier arbeiten.
inspiration – das zauberwort…
CARIN GRUDDA
die künstlerin von der gr. frau


hm, wie das duftet. ich mag ja eigentlich anderes als blüten, wenn es um duft geht. aber so einmal im jahr richtig hineingeschnuppert – das ist super…