
der uru hat für heute das sagen im urwald. seine langen fühler hat er ausgestreckt, schaut, wer da sein terrain betritt. er ist wachsam und gutmütig. ich strecke ihm meine hand hin. er leckt daran wie ein hund. geschnüffelt und akzeptiert. na, da bin ich aber froh. ich bin ihm auch hold gesonnen, finde, dass er ein ganz passables wesen ist. sein langgereckter hals sagt mir, dass ihm nichts entgeht, dass er ein neugieriger kobold ist. heute ist ausgezeichnet gutes wetter, aber auch bei schlechtem wetter ist seine aufmerksame art nicht eingeschränkt.
seinen mossnacken finde ich besonders. sein gefleckter hals macht es mir schwer, ihn in irgendeine waldwesenart einzuordnen. das würde er sicher auch nicht wollen. einzig zu sein ist sein ganzer stolz.
sein betragen ist angenehm. er schnappt nicht nach meinen händen und zu dem ihm gebotenen leckerbissen lächelt er nur und lehnt dankend ab. ein bisschen wasser aus meiner hohlen hand, das schleckt er und nickt mit dem kopf. das kommt ihm bei dem warmen wetter recht. in der nacht hat es zwar geregnet, aber die sonne ist so gierig und schwupp hat sie alle regentropfen wieder weggeleckt.
ich widme ihm eine kleine strecke meiner zeit. ich weiss nicht, ob es ihn beeindruckt.
ein portrait möchte ich noch von ihm, den ich uru nenne. er gewährt es mir.
ich ziehe weiter durch den grünen, grünen adlerfarn-urwald, ganz neugierig, wem ich noch begegnen werde.











