dem stein
einen blick schenken
ihm entgegentreten
schaun
wo seine seele
in ihm verborgen liegt
ihn fragen
ob ich ihn berühren darf
tief in mich
legt er eine sehnsucht



dem stein
einen blick schenken
ihm entgegentreten
schaun
wo seine seele
in ihm verborgen liegt
ihn fragen
ob ich ihn berühren darf
tief in mich
legt er eine sehnsucht




was mag er sinnen
mag er sich sonnen
den langen tag
und auch die nacht
hat er verbracht
hinweg sein weiter blick
über der menschen geschick
in den häuserzeilen
muss er verweilen
Vöglein im hohen Baum,
klein ist’s, man sieht es kaum,
singt doch so schön;
daß wohl von nah und fern
alle die Leute gern
horchen und steh’n,
horchen und steh’n.
sie flog nicht weg als ich ihr das lied nachpfiff – sie antwortete mir.
stadtvögelein…

sag
was dir einfällt
nimm die zwei grazien in augenschein
frag sie
sag etwas
die kopfbedeckung
nicht unbesehn

dem farbenspiegel begegnen
wieder und wieder ein bild ziehen
hineinfallen
wie in einen tiefen see
und schwimmen

mc cracken
die herausforderung besteht nicht darin, zurechtzukommen, sondern nicht zurechtzukommen, d. h. jeden weg allein zu gehen, jeden massstab selbst zu gewinnen, jeden wert selbst zu erschaffen.
aus
deutschland r e i s e
roger willemsen

es ist das heidnische neujahr.
das licht gewinnt die oberhand. es geht auch darum, die dinge neu zu betrachten, sie in einem neuen licht zu sehen.
es ist eine zeit der hoffnung, der verwandlung und der erneuerung.
und hoffentlich sind wir auch voll des innern jubels, wie christian morgenstern schreibt. die zeit des schlummerns ist vorbei und gleich birken und weiden beginnen wir uns auszuwirken.
Siehe, auch ich – lebe
Also ihr lebt noch, alle, alle, ihr,
am Bach ihr Weiden und am Hang ihr Birken,
und fangt von neuem an, euch auszuwirken,
und wart so lang nur Schlummernde, gleich – mir.
Siehe, du Blume hier, du Vogel dort,
sieh, wie auch ich von neuem mich erhebe…
Voll innern Jubels treib ich Wort auf Wort…
Siehe, auch ich, ich schien nur tot. Ich lebe!
Christian Morgenstern

hochoben hat sie ihren platz gewählt – FLORA – ein engel mit girlanden und kränzen.
mit mächtigen schwingen kündet sie von ankunft, die den abschied schon ahnen lässt.
sie schaut auf die menschen herab, wacht über sie für diese hoffnungsvolle jahreszeit.
freundlich schaut sie und wachsam gleichermassen. ich begegne ihr, ich grüsse sie.
an diesem sonnenreichen tag schenkt sie nur freuden.

findus in der kiste oder findus beobachtet die vögel
jetzt ist er wieder voller sehnsucht – mein kater. er sitzt am fenster und beobachtet die vögel.
manchmal will er sie nur singen hören, aber manchmal da möchte er ihnen hinterher, macht hüpfer in richtung fensterscheibe. dann meckert er und klappert mit den zähnen. da erzählt er mir, was er draussen sieht.
und wenn ich sage, sind da die vöggeli, klappert er nochmals, als gäbe er mir antwort.
mein kater und ich – gerne würden wir fliegen können.
18 UHR 30
K R A N I C H E
ÜBER KASSEL

WELCHE FREUDE.
SIE BRINGEN DEN FRÜHLING ZURÜCK –
DIESE GLÜCKSBRINGER.
SO EINEN FLUG –
DAS KÖNNEN SIE NUR IN TRANCE ÜBERSTEHEN.
ES RÜHRT MICH – JEDESMAL AUFS NEUE….
FÜR EIN FOTO WAR ICH ZU LANGSAM,,,