auf der welle
der hitze liegen
mich durchscheinen
lassen
von a bis z
einen wall bauen
aus wortkälte
und hohen gedanken
dem schein
einen glanz geben
wenn das ginge

auf der welle
der hitze liegen
mich durchscheinen
lassen
von a bis z
einen wall bauen
aus wortkälte
und hohen gedanken
dem schein
einen glanz geben
wenn das ginge







nichts rührt den tag an
nur der wind
versucht bewegung
im alten stil
sonne
geräuschlos
über der landschaft
ich schärfe
meine augen
spitze meine ohren
nichts lässt durchblicken
worum es geht

sonne
webt wortbänder
wirft sie
über alles was grünt
sagt
dass es gut ist
das ganze fragliche leben
dass du es lieben darfst
solange du lebst
trotzalledem

am horizont sitzen
nicht abstürzen
und nicht auffliegen
den geduldsfaden spinnen
ihm zuhören
was er summtönig
verrät
weisheiten
diese ganz schlauen

es streitet die sonne mit dem schnee.
am ende des winters hat sie eine schlechte lage,
die weisse pracht. sie gerät ins rutschen, ins laufen,
verschwindet zuletzt. ist nicht mehr das, was sie war.
der temperaturwechsel bringt einen farbwechsel in gang.
das grün löst das weiss ab und schmückt sich bald mit
allerlei fremden farben, worauf wir in diesem jahr, nach diesem langen, langen winter besonders gespannt warten.
gestern feierte die sonne grosse triumphe. auch, dass sie mich hinaus
lockte, kann sie sich hoch anrechnen. die wärme ist eine der grössten freundinnen der menschen. erst einmal erwärmt, geht alles irgendwie leichter und schneller.
wie einen schnitt habe ich es empfunden, dieses abgelöste von kalten tagen.
ich spüre erleichterung und dass nun alles wird, wie es soll.
das schauen hat eine ganz andere qualität. vor allem das licht bringt die erneuerung, das neue sehen – mal wieder… ich kann gar nicht genug davon kriegen – so ausgehungert. am ende bin ich dann satt, wie nach einer neukreierten mahlzeit, von der man zu viel isst. müde und zufrieden bewege ich mich wieder nach drinnen, ganz sicher, dass es nun mehr solcher lichttage geben wird.

eine neue zeit
mit sonnenschein und vogelsang
mit wörterspiel im frühlingsklang
neu die zeit
mal eng mal weit
mal hoch mal tief
ab und an schief
zum geraderücken
und zum entzücken
muss alles neu geschichtet werden
auf erden

clara hat’s…
kinder in die politik
sie haben die besseren ideen
die alten
so verkalkt wie sie sind
sollten
in die zweite reihe treten
anstatt zu treten
nach rechts und links
um ihre positionen zu retten
clara hat’s
es liegt in ihrer hand
das ist eine gute perspektive
hören wir ihr doch zu

geh
einen schritt weiter
bis an die grenze
die es nicht gibt
nimm dich
und deinen mut
und frag nicht
nach dem anlass
geh weiter
niemand bemerkt
wie du entgleitest
nimm dich
an der hand
und geh