HALTESTELLE URWALD…

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diese haltestelle dürfte zu den seltenen gehören, die durch ihre einmaligkeit auffallen. doch jede, die in und um kassel herum wohnt weiss, wo dieser ‚urwald’ zu finden ist. reinhardswald, sababurg, dornröschen, märchenstrasse…

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fotosafari durch ein waldgebiet, das unter denkmalschutz steht, in dem es über 1000 jahre alte baumriesen gibt. ich freue mich auf diese gebilde, denn ich kenne sie schon viele jahre. die zufahrt wurde uns erschwert. wegen einer wildschwein-treibjagt mussten wir viele kilometer umweg fahren. wer hier das sagen hatte, war klar…

wieder will ich bäume fotografieren und werde nach wenigen schritten abgelenkt von wesen, die um sehr vieles kleiner sind als diese riesigen gebilde. PILZE und flechten. Continue reading

BLÄTTER FALLEN – FALLEN WIE VON WEIT…

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ich gehe in die aue, um in der herbstsonne die eichenbäume zu fotografieren. die waren vor ein paar tagen noch golden im laub. enttäuschung – keine blätter mehr an den ästen, kein gold in den tag.
wieder etwas gelernt. nicht alle eichen behalten ihr laub bis zum frühjahr. es gibt eben nicht nur eichen, sondern eichen und eichen und eichen… so, wie bei den menschen. jeder hat seine eigene art loszulassen.
stattdessen pilze wie verrückt – rote, gelbe, weisse, schwarze. also, in die kniee und pilze fotografieren statt bäume. Continue reading

M O D E R N D E S L A U B . . .

‚… moderndes Laub. Es ist kein Geheimnis ich zerfalle zu Staub’.

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jeder see birgt sein geheimniss. in der dunklen jahreszeit scheint es besonders tief. ein see ist wie der spiegel unserer seele. heute will ich hinein in den see, um seelentiefe zu erlangen, um erfahrungen auszutauschen, um wieder einen schritt näher zu mir hin zu machen.
dann reicht es nur zu einem fussbad… das kribbeln erfrischt, das kalte macht munter, meine füsse wundern sich über meine freche entscheidung, die ich ihnen antue, nein, eher zugute kommen lasse. Continue reading

MEIN LIEBLINSPLATZ –

PARK WILHELMSHÖHE KASSEL…

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wenn ich einen platz benennen sollte, wo ich mich wohl fühle, dann ist es mein geliebter park. Er ist so verheissungsvoll und immer neu, mit jedem tag. die jahreszeiten und das licht spielen die grösste rolle.

Jetzt, mitte november, muss man dem licht hinterher, um die restliche bunte herbstpracht zu fotografieren. Ich schwelge in den warmen farbtönen, vergesse fast vor begeisterung auf den auslöser zu drücken, atme tief den besonderen erdgeruch alles vergehenden. Continue reading

WAS DER WELT IM WEGE STEHT…

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was der welt im weg steht, ist die welt selbst – so, wie ich mir manchmal im weg stehe – oder fast ständig? welt stolpert über die eigenen füsse, also das, was man als füsse bezeichnen könnte – das fundament. das fundament – es wird wackelig und wackliger mit jedem neuen tag. die menschen beschmutzen es täglich und räumen ihren unrat nicht wieder weg. wohin denn auch. hinaus aus der welt? das wäre, als wenn ich den dreck von einem zimmer ins andere schiebe. augenwischerei. jedes saubermachen hat zur folge, dass ich den dreck hinein in die welt kippe. er kommt ja auch aus der welt. Continue reading

S P I E G E L B I L D . . .

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alles
was wüst
und leer ist
in mir
tritt zutage

und versteckt
was denkt
und noch sucht
und sich sehnt
und sich ändern könnte

mein gesicht
verfettet
und alternd
straft mich wahrheit

erich fried

wem das nicht so ginge beim anblick des eigenen spiegelbildes…
und wie sie sich zeigen, die spuren eines langen lebens – die ‚wüsten und leeren’ überdeutlich, wie mir scheint. wo verstecken sie sich nur – die denkerinnen, die sucherinnen, die sehnerinnen und die grossen noch bereiten änderinnen? vielleicht brauchen sie ihre energien, um noch intakt sein zu können, um noch eifrig die welt zu hinterfragen, wieder und immer wieder, um (sich) noch zu ändern und zu verändern, um an deutlichkeit und wahrhaftigkeit zu gewinnen. dann würden sie sich das ‚zutagetreten’ aufsparen bis zuletzt, bis ganz zuletzt und sich beschwichtigend über ein gesicht legen, zu gunsten eines friedlichen aussehens, das man bei toten so gern wahrnehmen kann (will). Continue reading

J U N G F O T O G R A F I N . . .

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heute würde ich sagen, dass es doch eigentlich klippundklar war, was die berufung dieser dreijährigen gewesen ist, bei dem hellen, untäuschbaren blick, den sie damals schon hatte – eben fotografin. noch genauer besehen – portrait-fotografin. hätte man um die Bedeutung der bilder gewusst, hätte man das vorgegebene beachtet und vertieft, hätte man die neugier und die sehergabe inbetracht gezogen, hätte man, hätte man, hätte man… Continue reading

H Ä N D E . . .

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fotos: helena sarantidis

von ‚einander die hand reichen’ bis ‚die hand für eine ins feuer legen’ –
es gibt viele redewendungen, die sich mit händen beschäftigen.
in meinem buch für ‚redewendungen und sprichwörter’ gibt es über 130, die den händen handeln zuweisen. ich war erstaunt. ich hätte vielleicht mit 10 gerechnet. so flüchtig mögen auch die gedanken sein, die sich, aufgefordert, mit ‚händen’ beschäftigen. bei näherem hingucken, hinfühlen, hindenken fallen mir eine ganze menge gefühle, gedanken und bilder ein. Continue reading