RICHTIGE TIERE in der natur…

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Guten Tag Rosadora,

aus Frankfurt wünschen wir Dir wieder so einen schönen Sonnentag wie am vergangenen Mittwoch.
Vielen Dank für Deine Mail mit Öffnungszeiten der Caricatura.
Nun zur Karlsaue:
Im Hessischen Rundfunk haben wir etwas zu dem Hügelprojekt in der Karlsaue gehört. Dort errichtet ein in Kanada lebender Künstler auf ca. 5000qm ein Projekt zum Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur. Wenn wir das richtig verstanden haben, sollen die Menschen die Besucher, bzw. Betrachter sein, richtige Tiere sollen dort leben und die Natur soll mit dem Kunstwerk nachempfunden werden. Die Projektleitung sucht einen jungen Menschen, der gut französisch und englisch spricht, um dem Künstler (spricht nur franz.+engl.) bei der Realisierung als Dolmetscher zu den Ausführenden zu dienen. Für die Documenta wird dieser Mensch als Guide für das Projekt in Begleitung eines kanadischen Schäferhundes für die Betreuung des Kunstwerks sorgen und auch im Kunstwerk wohnen.

Aus Frankfurt mit strahlend blauem, wolkenlosen Himmel
grüßen Dich herzlich
Ursula + Volker

TRAUMSCHIFF TANTE OLGA…

KÜNSTLER: ANATOL (K. H. HERZFELD)
Documenta 6

TRAUMSCHIFF TANTE OLGA

das traumschiff träumt vor sich hin. es träumt davon, dass besucherinnen und besucher der documenta 13 sich erinnern und zu besuch kommen.
eine reise auf see kann es ihnen nicht versprechen, aber traumreisen, wohin immer sie wollen. gross ist sein traum und stark und wird immer stärker.
sei zu hoffen, dass er in erfüllung geht.
ich habe OLGA heute schon mal aufgesucht.

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HUEGEL-RICHTFEST…

es schaut aus, als wäre HUEGEL-RICHTFEST auf der auewiese. schliesslich muss ich mir doch etwas zusammenreimen.
büsche und pflanzen werden gesetzt und tüchtig gewässert. was mit den ytonsteinen werden soll, kann ich noch nicht
erkennen. erst mal werden sie gesägt und geschliffen und gestapelt.
insgesamt finde ich es gar nicht sooo spannend. meine geduld leidet etwas. aber herwig sagt, es wird ganz schön werden.

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d (13) DIE BAUMBADEWANNE…

oder SIE DÜRFEN NICHT…
am friedrichsplatz vor dem theater

ich schlüpfe durch die angelehnte planenwand und fotografiere.
eine frau schreit von weitem, das dürfen sie nicht, das ist verboten und ob ich von der documenta sei. ein kurzes gespräch klärt nichts. SIE DÜRFEN NICHT bleibt in meinem ohr.

ich darf, und ob ich darf…
aus dem AOK-gebäude offenbart sich ein wunderbarer blick.
die baumbadewanne ist ein störendes etwas und fügt sich für mich nicht in den plan des friedrichsplatzes. sie verstellt mir den offenen blick.

ich stelle überlegungen an, warum bäume, warum ausgerechnet bäume, nun schon an 4 plätzen. josef beuys hat dieses thema ausgiebig aufgearbeitet und mit pavour. klar, bäume kann es nicht genug geben und was wäre ein leben ohne bäume.

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DIE 7 HUEGEL am 27. märz 2012

karlsaue
auf der d (13)-baustelle

auch die erklärung, dass die hügel mit bäumchen und blumen bepflanzt werden sollen, erklärt nicht wirklich, gibt noch immer anlass zu vielen spekulationen. von einem führer mit schäferhund ist die rede. er soll möglichst viele sprachen sprechen können, wird wohl noch gesucht. was der auf diesem kleinen fleck bewachen soll, ist mir schleierhaft.
hundeinsel ist eine weitere sehr ironische eingabe.

die bauarbeiten gehen voran. die reisigetagen sind nun mit erde überdeckt. die erde ist trocken und muss bewässert werden.
die ytongsteine werden in form gesägt und geschliffen. keine sitzplätze, sagt der am kunstwerk bauende, aber vielleicht auch.

naja, die musik ist schon angerollt. das fehlt bei der idee noch. wundersame klänge, das wärs. ist wohl aber doch noch zu früh.

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dOCUMENTA (13) – 7 HUEGEL…

DER NÄCHSTE TAG

im orangerie-café
zu mir setzen sich christa und werner aus kassel

werner stellt überlegungen zu dem unbestimmten objekt auf der auewiese an und sagt es ist wie eine Thingstätte, eine alte kultstätte der germanen.
na bitte, weshalb nicht. was nicht ist, kann ja noch werden. weshalb sollten kultstätten nur immer alt sein.
es wird – es werde.

kaffee und wein – ein wahnsinnstag – könnten wir diese sonnigen tage doch in die d (13) hinüberretten…

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dOCUMENTA (13) – ES WIRD – ES WERDE…

es wird – es werde…
AUE – 7 HÜGEL

mit grossen schritten auf die dOCUMENTA (13) zu.
mein platz ist dieser tage im orangerie-café.
bequem in einer polstergruppe, um das UNBENANNTE OBJEKT in seinem werdegang zu beobachten.

meiner aufforderung – hier ist noch frei – nehmen ursula und volker aus frankfurt platz.
sie waren angereist, um im kulturbahnhof die CARICATURA anzuschauen. doch da war geschlossen für ein paar tage.
auch die markthalle hatte nichts zu bieten. tote hose in kassel.
es entspinnt sich ein gespräch, das lange dauern wird. über kunst kommen wir leicht ins gespräch und es will nicht enden. das unbenannte objekt in der karlsaue lockt fantastische gedanken hervor.
ursula assoziiert DAS AUF UND AB DES LEBENS
oder auch DIE VERSCHLUNGENEN WEGE DES LEBENS
noch abstrakter KLETTERFELSEN FÜR MUFFLONS.

das alles muss erlaubt sein und ich freue mich über jede fantastische auslegung.

nach den reisigrollen wird heute erde aufgetragen. kein leichtes unterfangen. die trockenheit lässt sie leicht abrutschen. auch für die arbeiter ist es wie ein tanz auf dem seil.
vermutung meinerseits – blumen sind das nächste…

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dOCUMENTA (13) SIEBEN HÜGEL…

S I E B E N . . .
sieben hügel – sieben berge

die frau sagt, ihr mann sehe 4 hügel, sie sagt, es sind 7 – 7 hügel, wie die sieben berge…
gut geschaut und gut überlegt. ich zähle auch 7 hügel. ich darf ja nicht verraten, was es sein könnte.
diese verdammte geheimnistuerei.
jetzt haben sie ein fernrohr aufgebaut vor der orangerie. wohin soll man da bloss schauen …
der kleine junge – 3 jahre alt – bringt seine mutter dazu, geld einzuwerfen, damit er durchsehen kann.
er ist zu klein, die mutter hebt ihn hoch, dann rutscht ihr das fernrohr weg. der junge verliert die geduld,
läuft längst wieder seinem ball hinterher.
die mutter meint, geldschneiderei. ich stimme ihr zu.
aber es macht sich gut vor der orangerie, und zusammen mit dem planetarium hat es vielleicht sogar
einen tieferen sinn.

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