NACHMITTAG IM DETAIL…
zu beginn die menschen, die den kran abgebaut haben. ich nenne sie scherzhaft mondmenschen. ein bißchen sehen sie ja so aus. scherzen muß auch sein, damit die arbeit aushaltbar ist, und als teil des teams darf ich das ja…
dann die letzten teile – kranteile eben – sie verschwinden – einfach so – und das schmerzt – an veränderungen zwar über die vielen jahre gewöhnt, aber wenn es sich wie abschied anläßt, schmerzt es noch immer. aber trotzdem nicht der gewohnheit verfallen…
und ab die post! – der eine kommt, wahnsinn, wie er sich in die schmale spur hineinzwickelt. der andere geht mit schwersten betonfußteilen – und so auf die autobahn – mir schwindelt…
![]()
und schwer sind die teile allemal. damit den ganzen tag zu handtieren ist schwerstarbeit hoch drei… und hell wach mußt du sein, sonst erdrückt dich ein betonteil, oder ganz anderes…
![]()
und noch lange kein ende. bis nach darmstadt muß das zeugs, und ob sie, die arbeiter, das heute alles wieder abladen und aufrichten müssen? an der frischen luft zu arbeiten ist schön – aber nicht nur schön…
es hilft nichts – es gibt eine weitere fotoschau und vielleicht den abschluß – vielleicht…








EIN KRAN GEHT WEG….


ein ganzes team ist erforderlich, um dieses werk zu bewältigen. zwischendrin komme ich mir selbst vor, wie ein teil des teams… hier j., ein mondmensch, so scheint es… ich erlebe geschichten mit, weil ich mittendrin bin. jonny schenkt mir das schild des krans – NR. 2 – für meine fotoausstellung. es bedeutet mir viel. der kran war mittelpunkt des geschehens bisher und nichts habe ich mehr fotografiert.



wenn die kranerei zuende ist, hat man das gefühl, dass der bau beendet ist – ist er aber noch lange nicht. und auf jeden schritt bin ich gespannt. meine neugier wird immer neu entfacht.grandios nimmt sich das ganze von hier aus.
ob sich die königskerzen erneut ins ungewisse wagen, will ich abwarten. auf jeden fall haben sie sich ganz unterschiedlich verhalten. die einen stehen standhaft aufrecht, obwohl sie es nicht bis zur blüte bringen konnten. die anderen haben sich gewunden und gebogen und haben sehr grazile formen hervor gebracht. andere sind ganz umgefallen.
eine imitiert sogar eine sonnenblume, wenigstens in der form.
noch ein paar tage, dann ist auch er, der kran, weg. schade…
in den pfützen das wesentliche…

vorherrschend blaues…


und das hätte ich nicht gesehen, sagt a. …



auf diesem kran gab es kürzlich einen unfall – nun neu belebt. der kraner klettert in die höhe, macht eine pause. sufian und ich schauen gebannt ob dieses aktes, stellen fest, ganz schön anstrengend…

und die geschichten… immer interessieren mich die geschichten, die sich dann ereignen, wenn ich spontan auf die menschen zu gehe. h. hebt seine hand. er möchte jetzt nicht fotografiert werden, sagt, komm am samstag, da habe ich mich fein gemacht, anzug an undso… also, ich bin da am samstag, ist doch klar, bei so viel energiefreudigem fotografiertwerdenwollen.
hier ist was los. von außen sieht man es nicht, aber innen wuselt es, rollert auch und krant und schleppt sich.
ganz unverhofft




