NEUE BLOGSEITE EINGERICHTET…

sie ist fertig – die neue blogseite
sie ist gut gelungen wie ich finde
es war eine schwierige geburt

du kannst sie nicht nur im pc oder i mac gut und ganz sehen
sondern auch auf diesen kleinen neuen in gebrauch befindlichen
guckkästen

claudi klinger aus berlin hat sie erstellt und sagt dazu

„responsive Webdesign“ (= „antwortendes“ Webdesign)

= Seiten, die sich der Bildschirmgröße ANPASSEN!!!!

das ist wohl die allerneueste errungenschaft
claudia sagt dass sie selbst es nicht einmal bei sich eingerichtet hat
ich hätte nun einen maserati unter den blogseiten

claudia und ich sind ein altes team
ich lernte sie durch einen schreibkurs im netz kennen
das war 2005
danach richtete sie mir meinen blog ein
den gibt es nun seit 7 jahren

es ist der wichtigste ausgangspunkt meines schaffens
seit dem nutze ich die möglichkeit text und bild zu einer einheit zu
verbinden
ausserdem ist daheraus meine fähigkeit entstanden
die layouts für meine bücher selbst zu gestalten

claudia betreut meine seiten bis heute und ist mir in vielen fragen
eine grosse hilfe

hier ihre anschrift

www.claudia-klinger.de

GROSSE EMPFEHLUNG
rosadora

BOTANISCHER GARTEN VI

spätsommerfreuden

es sind immer die menschen die diesen gang zwischen den blumen bereichern
ein älteres ehepaar – kann man hier auch rein gehen – ja man kann
wir plaudern und scherzen – jetzt haben wir heute doch mal so richtig gelacht sagt der mann das ist doch was

eine junge fotografin hat ein fotoshouting ich tippe auf hochzeit ist es dann doch nicht
nina – die auch kim kennt – eine ebenfalls junge fotografin die ich im tegut kennengelernt habe wir tauschen unsere visitenkarten

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die karden im lehrgarten haben es mir wieder angetan mit ihren bizarren formen
sie sind in starre gefallen und würden so den winter überstehen vorausgesetzt man entfernt sie nicht vorher

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im stauden garten dann die kugeldisteln
sie sehen etwas zerzaust und spitzbübisch aus streuen ihre samen nur zaghaft in die gegend

die gräser die wogenden zarten werden mit jedem tag schöner und erstaunen mich mit ihrer vielfalt

ein schwatz mit einer ganzen familie und einem riesenschäferhund das gespräch geht über sicherheit die durch so einem grossen hund gegeben ist

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über die echinacea komme ich mit ehepaar klein ins gespräch von motivsuche bis nennung der kameras herr klein fotografiert eifrig und ich auch frau klein schaut zu

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dann eine begegnung mit einem springinsfeld einer grünen heuschrecke familie mit zwei kindern das dauert etwas ich fotografiere begeistert so einen grossen habe ich in unserer gegend noch nie gesehen er will nicht wegspringen der schreck wir beraten was zu machen ist ja was frisst er den wir nehmen ihn mit nachhause sagt das mädchen und setzen ihn in ein terrarium der knabe äussert bedenken der schreck sitzt jetzt bei ihm auf der hand auf seinem rücken und dann auf meinem er will und will nicht flieghüpfen
ich verspreche nachzuschauen was er denn im winter macht
er stirbt schlechtweg das weibchen legt vorher eier in die erde aus denen larven hervorschlüpfen im nächsten jahr und in drei verschiedenen stufen zum grünen heuschreck bzw. heupferd werden sie sind nützlich für die gärtnerin und den gärtner sie fressen ein vieles an schädlingen von dem was die marienkäfer verspeisen grünzeug fressen sie auch aber sie werden dadurch nicht zur plage
eine weile später treffen wir uns wieder bei der wildäpfelbaumwiese
der heuschreck ist immer noch nicht fort er weiss wohl um sein schicksal will noch etwas wärme und nähe geniessen dann wird er in der wiese abgesetzt und das kleine mädchen sagt da sind noch andere ich ab sie gehört

jetzt durch den staudengarten in richtung ausgang
aber fast schon am auto ein ehepaar welches sich erkundigt ob man im schlösschen kaffee trinken kann – nein kann man nicht – ich nenne den gegenüberliegenden werkhof und dann folgt ein längeres gespräch und austausch von gemeinsamen erinnerungen
sie sind aus koblenz und er ist aus kassel will hier seine jugenderinnerungen auffrischen tanzen im schlösschen und dann nachts heim durch den dunklen park…
wir sind fast derselbe jahrgang und haben gemeinsame tanzerinnerung – haus der jugend und sind uns wahrscheinlich auch seinerzeit häufiger dort begegnet
sie kommen von einer familienfeier die anstrengend war und müssen noch nach koblenz
viel war es und völlig unerwartetes – ein wunderbarer spätsommertag

LANDUNTER…

wenn etwas einen ,zusammenbruch‘ symbolisieren könnte
dann ist es das wasser – eine überschwemmung
und gleichsam für ,wiederaufbau‘ oder fruchtbares wachsen ebenso

also
ich schaue nach in meinem kompostloch
– schaue ob der stillstand von den letzten tagen anhält – er hält an
die überschwemmung ist dann eine überraschung
so viel wasser gab es im vergangenen jahr bei weitem nicht
also sinnbild für
reinwaschen
klarschiffmachen
klar für neues

es regnet wie verrückt
doch das hält mich nicht ab – ich wollte nachschauen und tue es auch
schnell noch die schuhe wechseln
in der einen hand den schirm – er liegt immer im auto –
in der anderen die kleine kamera – die grosse hätte so viel mehr eingefangen

ich wollte nur zaghaft am rande bleiben
doch dann zieht es mich – ruf es mich – und nichts wie los
rein in den schlamm – durch den matsch – knöcheltiefes einsinken
gummistiefel – ja gummisstiefel wären das einzig richtige
und dann blubbern die regenblasen mich an – und ich krieg sie nicht scharf
mit einer hand – dem getänzel mit dem schirm – einfach kein stillhalten der kamera

und dann das okkerfarbene leuchten im wasser
es ist nicht einfach da – ich muss in einer besonderen richtung und höhe zu ihm stehn – dem okkerfarbenen leuchten
es ist der höhepunkt hier im kompostloch unter dem regen das ich ganz für mich alleine habe
am rand der matschpfütze entlang – da muss ich durch – und geschafft
es kostet energie und begeisterung – sonst ist da kein durchkommen

es erschöpft mich und ich sage mir
ich kann ja morgen wieder herkommen
und weiss dabei dass die situation morgen eine ganz andere sein wird

ENDLOS – UNAUFHÖRLICH…

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94 seiten
bei BoD

immer ist eine geschichte endlos
ich muss sie nur weiter verfolgen

yuma und senior sassen seinerzeit auf diesem splithügel
die dOCUMENTA begann und endete nach 100 tagen

meine geschichte ging da noch weiter
ich habe auch heute immer noch ein interesse an ihr
an der geschichte meine ich

das erste buch ist genau die zeit der dOCUMENTA 13

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312 seiten
bei BoD

das zweite dann die zeit danach bis heute
das ist eine viel längere spanne
und wie ich jetzt schon sagen kann
wird es ein drittes buch geben

endlos – unaufhörlich
war ein titel der mir zufiel
wie ich heute sehe hat er eine tiefe bedeutung

SONNENBLUMENCHARME…

blume der sonnengöttin
windgeprägt zerzaust
als würde sie in einem cabrio sitzen
und ihr gesicht dem wind engegen halten

ich erwischte sie gerade noch
zwischen all den anderen blumen
eine wespe kitzelte sie wohl zu sehr in ihrem gesicht
das liess sie erzittern und ganz starr werden

sonnenblumen
– kerne
– oel
wir kennen viele verwendugnszwecke
aber die ergriffenheit
die uns überkommt beim anblick
dieser stolzen pflanze
ist das grösste geschenk

SPURENSUCHE…

die geschichte geht weiter…


SPURENSUCHE

da an diesem ort der einmal mein art-projekt war mein betätigungsfeld für über ein jahr plötzlich nichts mehr ist
spielt mein gehirn verrückt es arbeitet auf hochtouren
es reisst mir die augen auf und lässt mich dinge sehen die mich selbst verwundern

wenn etwas abgebaut wird – hier die natur – bleiben reste die in der art sich zeigen
dass sie fantastisches hervorzaubern
es sagt schau doch hin schau doch neu schau doch anders

gestern sonntag keine arbeiter im abgeräumten kompostloch nur berge von zusammengebaggertem das was nicht durch die rüttelmaschine und das sieb wollten


7 BERGE

hier einer und da einer und dort einer
und ich eierte los wie angestochen zog meine kreise
und da fiel es mir ein
es gehört zusammen
das „untilled“ – aufbau und zusammenbruch = natur
und nun
zusammenbruch und wiederaufbau = kultur

ich muss also dran bleiben bis sich das ganze rundet
bis ich sehen kann was kultur sich da so ausdenkt
und das zwischenspiel zu beobachten und in bildern festzuhalten was da wird ist meine neue aufgabe


KULTUR RÄUMT AUF

ich atme auf
es ist alles ganz einfach
es geht alles immer weiter

und ich finde sie die zwischenspielbilder
und es macht mir freude ins abstrakte zu gehen


MARLONS BRETT

als erstes ,marlons brett‘
und dann die ,sieben berge‘


BEUYESEICHE

der rest von der ,beuyseiche‘

und noch die ,spurensuche‘
und aus allem ,kultur räumt auf‘

die arbeit an meinem i mac geht zügig
ich bin wie angestochen
fantasie beflügelt
ich habe das gefühl gut gearbeitet zu haben

HÜHNERHIRSE…

die geschichte geht so…

alles was als unkraut verschrieen ist und sich schön breit macht erhält meine besondere aufmerksamkeit
eine legende gibt es nicht zu der hühnerhirse und ich weiss auch erst seit „untilled“ dass es hühnerhirse ist

sie tauchte im kompostloch auf und marlon und ich rätselten was es sein könnte
ich schaute nach und fand heraus dass hühnerhirse einmal angebaut wurde
die jungen sprossen kann man sogar als gemüse essen
ich zupfte immer mal ein paar hirsekörnchen und probierte sie und fand dass sie nussig schmeckten
auch steckte ich ein paar samen in die tasche – wie ich von diesem und jenem samen einsacke
ich habe gar keinen garten aber der wunsch die samen auszusäen ist tief in mir
in der zwischenzeit könnte ich ganze beete damit bestücken…


juma im hirsefeld august 2013

war es im „untilled“ eine übersehbare fläche hatte sie sich in diesem jahr im halben kompostloch ausgebreitet
sie kommt spät im juli sie ist eine wärmekeimerin (habe ich auch erst herausgesucht) und sie schenkte ein wunderbares grün im sommer wo andere grüne schon nachgedunkelt sind
sie mag es feucht und das war es hier hin und wieder doch sehr

während sie in russland heute noch angebaut wird fürchtet und bekämpft man sie hier als ,lästiges unkraut‘ wie so viele andere heilkräuter ebenso


rosadora im hirsefeld august 2013

leider habe ich erst jetzt herausgefunden dass mein kater findeli das grün der hirse sehr mag
das kompostloch ist ausgeräumt aber in dem feuchteren teil treibt die hühnerhirse bereits
wieder neu
ich habe kleine büschelchen gezupft und sie in ein glas mit wasser gestellt findeli zieht es dem katzengras – das er übrigens fast durchgängig ablehnt – vor
nie würde er es fressen wenn es unkraut oder gar giftig wäre
er ist ein feinschmecker und frisst niemals das was menschen fressen
ich könnte ihn mitten auf den gedeckten tisch setzen und er würde nur kopfschüttelnd die ebene verlassen


august 2013

möge es so sein dass ich die hühnerhirse auch zwischen dem was hier einmal sein wird immer wieder entdecken kann
könnte doch sein – immerhin…

G R A S L I E D . . .

die geschichte geht so…
es sind die kompostlochgeschichten die so beginnen

also
dass gras beeindrucken und begeistern kann wusste ich bis zu dem moment wo es sich mir quer vor die füsse legte auch nicht

im „untilled“ gab es zwei wege die man wählen konnte – rechtsherum oder links vorbei
mittenhindurch ging nicht wegen der bienenfrau und weil die bienen nicht gestört werden sollten und ob der gefahr dass jemand gestochen werden könnte
viele menschen strömten durch die kompostlandschaft
es entstand vor allem in dem höher gelegenen teil ein trittfester weg

die dOCUMENTA war vorbei
ein winter verging ein frühling und fast ein sommer
als mir auf besagtem weg auffiel dass sich die kamille angesiedelt hatte
mir kam in den sinn dass es die umstrukturierung und heilende wirkung der kamille brauche um die vielen energien welche die menschen mit hereingetragen hatten
zu tilgen

die kamille wurde abgelöst vom gras
es wuchs und wuchs ging mir bis an die knie bis es sich dann einfach hinlegte und ausbreitete wie ein teppich

es ergaben sich dadurch muster und überschneidungen die mich faszinierten und ich beschloss das gras im auge zu behalten
viele fotos sind entstanden
mich interessierte wo das gras denn hin verschwinden würde

als ich entdeckte dass sich zwischen dem ausgebreiteten gras neues hervorwagte und so das alte überwuchs wurde es abgemäht
das ganze kompostloch wird mit baggern umgewendet gerüttelt und geschüttelt und die neu gewonnene erde in eine naheliegende kompostierungsanlage abtransportiert

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bei BoD

das gras blieb mir in erinnerung und ich liess es mir in einem buch verewigen
kleine flüchtige verse begleiten das gras
so wird es heute oder morgen gebündelt und geklebt bei mir eintreffen
ein wiedersehen also